Kaltes Verlangen

3.65 von 5 basierend auf 26 Kundenbewertungen
(26 Kundenrezensionen)

Sie ist von dir besessen. Sie beobachtet dich und jeden deiner Schritte. Sie will dir nah sein. Immer und überall. Am Tag schleicht sie sich als Patientin in deine Praxis. Nachts sitzt sie vor deinem Fenster und blickt in deine Wohnung. Wartet dort,... mehr

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  • Format: eBook
  • Sprache: DE
  • Label: Thriller und Krimis, be, beThrilled
  • Seiten: 290
  • ISBN: 9783732539369
  • Erscheint am 01.03.2017

Sie ist von dir besessen. Sie beobachtet dich und jeden deiner Schritte. Sie will dir nah sein. Immer und überall. Am Tag schleicht sie sich als Patientin in deine Praxis. Nachts sitzt sie vor deinem Fenster und blickt in deine Wohnung. Wartet dort, bis du schlafen gehst. Das ist ihr Geheimnis.

Aber was, wenn dein eigenes Geheimnis viel schlimmer ist?

Ein außergewöhnlicher Thriller, bei dem wenig so ist, wie es scheint und der in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele führt.

„Es gehört einfach zu der Natur des Menschen, sich und die Welt zu zerstören. Ein Zwang, ein Drang, ein Trieb, der vorhanden ist, noch bevor man geboren wird.“

Natalie Tielcke wurde 1986 in Aachen geboren. Nach dem Abitur zog es die kreative Frohnatur zum Fernsehen und dort findet man sie noch heute. Sie schreibt Drehbücher und entwickelt TV-Serien. Die Kölnerin ist schon seit ihrer Kindheit davon begeistert, wenn nicht sogar besessen, sich Geschichten auszudenken. Ohne Stift und Papier geht sie nicht aus dem Haus.

Natalie Tielcke im Interview mit »Leben Lieben Lachen Lesen«:

Erzähl uns doch bitte in deinen Worten, worum es in deinem Buch geht.

Das Buch handelt von den tiefsten Abgründen der menschlichen Seele. Jeder von uns ist ein triebgesteuertes Wesen. Nur, dass die meisten von uns das sehr gut unter Kontrolle haben. Aber was wäre, wenn wir unsere Triebe nicht kontrollieren oder unterdrücken könnten?
In diesem Fall ist es der Trieb der Neugier, der die Protagonistin dazu treibt, Dinge zu tun, die auf den ersten Blick sehr extrem wirken. Und es auf den zweiten Blick auch sind.
(mehr von mir dazu gibt es hier auch hier: http://be-ebooks.de/sind-sie-neugierig/

Deine Protagonistin baut sich zum besseren Stalken ein kleines Hilfsmittel. Hast du das ausprobiert?

Selbst habe ich es nicht ausprobiert und anfangs dachte ich auch, dass das so einfach nicht klappen kann. Aber ich habe viel recherchiert und habe mich mit einigen Technikfreaks unterhalten. Theoretisch könnte jeder dieses Gerät nachbauen.

Dein eigentlicher Beruf ist schon sehr kreativ. Inwiefern war es schwierig, sich von der Drehbucharbeit auf das Schreiben eines Romans umzustellen?

Das war eine wahnsinnig spannende Erfahrung. In der Tat macht es einen großen Unterschied, ob man ein Buch oder ein Drehbuch schreibt. Das Großartige an Büchern ist, dass alles möglich ist und einem keine Grenzen gesetzt werden. Das sieht beim Schreiben von Drehbüchern für Film und TV anders aus. Hier hat man oft strenge Vorgaben und kann nicht alles realisieren, was man gerne erzählen würde. Bei einem Film liest der Zuschauer ja nicht das Drehbuch, hier werden ihm die fertigen Szenen präsentiert. Also ist es bei einem Drehbuch sehr wichtig, dass jeder, der es liest, ein ähnliches Bild vor Augen hat. Nur so können Kamera, Regie, Schauspieler und Co. ein stimmiges Bild abliefern. Bei einem Buch entwickelt die Vorstellungskraft des Lesers Bilder aus Worten und jeder sieht quasi seinen eigenen Film. Und meiner Meinung nach erschafft die eigene Fantasie die besten Bilder. Ich liebe Kopfkino.

26 Bewertungen für Kaltes Verlangen

  1. 5 von 5

    Das Cover des Buches ist sehr gut gemacht und macht sofort Lust nach dem Buch zu greifen.

    Der Schreibstil der Autorin ist ebenfalls sehr gut, die Charaktere und Orte werden sehr gut dargestellt, die Spannung zieht sich von der ersten bis zur letzten Seite.

    Die Geschichte konnte mich sofort fesseln, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Obwohl am Anfang des Buches ein paar Unregelmäßigkeiten/Logikfehler auftauchten (1. Das Buch beginnt am 4.1.2016, einem Montag. Kim macht einen Termin bei Max für Freitag und der sagt „Bis nächste Woche.“;2. Kim und Max einigen sich zwar sich mit dem Vornamen anzusprechen, deshalb sich aber auch gleich zu duzen ist nicht wirklich angebracht.
    3. Max und Anna kommen meist um halb sechs nach Hause, Kim bezieht um halb sieben Stellung, sieht Max aber heimkommen.), und ich einiges erahnen konnte, war das Ende doch überraschend und die Spannung brach nie wirklich ab, sodass es ein wahres Lesevergnügen für mich war.

    Allerdings ist es nicht möglich ein Koma so gut vorzuspielen – medizinische Überwachung etc.

    Fazit: Psychothrill auf hohem Niveau. Wer dieses Genre gerne liest, dem kann ich dieses Buch nur weiterempfehlen. Aufgrund der oben genannten „Fehler“ 4,5 Sterne.

  2. 4 von 5

    Gleich von Beginn an gelingt es der Autorin den Leser zu fesseln. Besonders ist, dass man die Sichtweise der Protagonistin Kim hat. Die Protagonistin Kim sieht eine oder mehrere Personen, die sie besser kennen lernen möchte und setzt dann alles daran um das umzusetzen und stalkt hierzu die entsprechende Person.
    Man kann zunächst mit Kim mitfiebern, obwohl das ein oder andere falsch ist, aber zumindest ist Ihre Handlung noch nachvollziehbar. Später ändert sich das leider. Kim handelt ohne wirkliche Gefühle für Ihre Taten zuzulassen.
    Der Schreibstil ist angenehm und flüssig und besonders die Tagebucheinträge habe ich sehr gerne gelesen, auch wenn zunächst nicht klar war, wer diese geschrieben hat, aber wird später dann deutlich.
    Das Ende konnte mich nicht komplett überzeugen, denn waren dann doch etwas zu viel dass ich als nicht komplett stimmig erfunden hatte.

    Insgesamt haben die weiteren Charaktere David, Max und Anna auch etwas Spezielles und sind schon ganz gut ausgereift und ist ein spannendes Buch, dass durch viele Wendungen den Leser immer wieder neu fesselt.

  3. 4 von 5

    Das Cover ist sehr ansprechend und auch der Klappentext macht neugierig auf das Buch. Der Schreibstil ist flüssig und locker und es lässt sich angenehm lesen. Die handelnden Personen sind ebenso wie die Handlungsorte gut beschrieben und ich konnte mir alles gut vorstellen.

    Das Thema ist gut umgesetzt und man kann sich nach dem Lesen dieses Buches gut vorstellen, dass Stalking jeden treffen kann. Das macht einen schon nachdenklich und ich hoffe, dass ich nie Opfer eines Stalkers oder einer Stalkerin werde. Der Schluss war dann sehr überraschend und hat das Buch zum Ende hin noch einmal richtig spannend gemacht.

    Für mich ein lesenswertes Buch mit überraschendem Ende.

  4. 4 von 5

    Kim ist eine zwanghafte Stalkerin. Aber nicht im herkömmlichen Sinne. Sie sucht sich beliebige Menschen aus, die ihr interessant erscheinen und beobachtet sie auf Schritt und Tritt. Dabei schreckt sie vor fast nichts zurück.
    Ihr neuestes Zufallsopfer ist Anna, von der sie verzaubert ist. Kurz darauf sieht sie Annas Freund Max und ist auch von ihm verzaubert. Sie fängt an, ihm zu folgen. Sie schleicht sich in seine Praxis als Patientin ein, lauert nachts vor seinem Fenster, beobachtet sein Haus und bricht in seine Wohnung ein. Doch diesmal ist alles anders. Max scheint ein unheimliches Geheimnis zu haben, das Kim unbedingt ergründen will. Ihr Ehrgeiz ist geweckt und Kim läuft zur Hochform auf. Das Hätte sie lieber bleiben lassen sollen, denn diesmal wird Kim die Geister, die sie rief, nicht mehr los.

    Es ist sehr verstörend, wie sich Kim in fremde Leben schleicht. Man fühlt eigentlich keinerlei Sympathien mit ihr. Eher schon mit ihren Opfern Anna und Max.
    Selbst als Kim die brutale Quittung für ihr Stalking bekommt und selbst in die Enge getrieben wird, hält sich mein Mitleid absolut in Grenzen. In Max/David hat sie ihren Meister gefunden, der ihr immer einen Schritt voraus ist.

    Der Schreibstil hat mir gefallen. Und auch die Spannung hielt trotz einiger Logiklöcher bis zum Ende.
    Die Einschübe aus den alten Tagebüchern machten die Geschichte zusätzlich interessant.
    Ein durchaus gelungener Thriller!

  5. 3 von 5

    Inhalt:

    Sie ist von dir besessen. Sie beobachtet dich und jeden deiner Schritte. Sie will dir nah sein. Immer und überall. Am Tag schleicht sie sich als Patientin in deine Praxis. Nachts sitzt sie vor deinem Fenster und blickt in deine Wohnung. Wartet dort, bis du schlafen gehst. Das ist ihr Geheimnis.
    Aber was, wenn dein eigenes Geheimnis viel schlimmer ist?

    Ein außergewöhnlicher Thriller, bei dem wenig so ist, wie es scheint und der in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele führt.
    „Es gehört einfach zu der Natur des Menschen, sich und die Welt zu zerstören. Ein Zwang, ein Drang, ein Trieb, der vorhanden ist, noch bevor man geboren wird.“

    Meine Meinung:

    Das Cover ist sehr schön, aber unspektakulär gestaltet. Ich würde es mir aber auf jeden Fall in einer Buchhandlung genauer anschauen!
    Der Schreibstil der mir noch unbekannten Autorin ist sehr gut und lässt sich wunderbar flüssig lesen! Allerdings störte mich ein wenig die Unterteilung des Buches in Kapiteln und Teilen. Irgendwie machte das für mich keinen Sinn!
    Die Geschichte ist zu Anfang echt spannend und man kommt dank des flüssigen Schreibstils gut in das Geschehen rein. Doch dann läuft das Ganze mehr und mehr in eine unrealistische Richtung, die ich übertrieben und an den Haaren herbeigezogen fand. Die einzelnen Personen fand ich trotzdem sehr detailreich und authentisch dargestellt und beschrieben. Die Tagebucheinträge erhöhten meiner Meinung nach die Spannung und gestalteten das Buch abwechslungsreich! Man weiß sie am Anfang nicht richtig zu deuten, lösen sich am Schluss aber sehr schlüssig!
    Im letzten Teil häufen sich die Ungereimtheiten und unrealistischen Vorkommnisse, wie z.B. ein vorgetäuschtes Koma. Das hat mich doch sehr gestört, denn zur Vermeidung hätte man nur etwas gründlicher recherchieren müssen! Leider nahmen diese Geschehnisse der Geschichte jegliche Spannung und Glaubwürdigkeit.
    Die Grundidee der Autorin, die sie in den ersten Teilen des Buches noch toll umgesetzt hat, endet leider in einem Ende, mit dem ich nicht zufrieden bin. Deshalb vergebe ich noch gerade drei von fünf Sterne! Für Krimifans, die nicht so an die Realität gebunden sind, vergebe ich aber trotzdem eine Leseempfehlung! Da sollte sich jeder für sich ein eigenes Urteil machen….

  6. 2 von 5

    Zum Inhalt:
    Kim hat ein ganz besonderes Hobby: Stalking. Das neueste Objekt ihrer Begierde heißt Anna, duftet nach Vanille und ist mit dem Psychologen Max liiert. Da trifft es sich perfekt, dass Kim ein Trauma hat, welches sich zur Behandlung durch Max anbietet. Die folgende Annäherung gerät fast zu gut und stellt Kims Leben mehr auf den Kopf, als sie in ihren kühnsten Träumen vermutet hätte.

    Mein Eindruck:
    Nach einem sehr guten Beginn, welcher zur gelungenen Abwechslung die Tätersicht des Stalkings zum Thema hat, nutzt die Autorin ihr erzählerisches Können und den guten Schreibstil leider mehr und mehr dazu, ein immer unglaubwürdigeres und abstruses Szenario zu entwerfen. Die Hauptcharaktere zeichnen sich allesamt durch psychische Störungen aus und auch die Nebenfiguren agieren – gelinde gesagt – unorthodox. Das ist noch gut unter „künstlerische Freiheit“ einzuordnen. Als wirklich störend empfand ich jedoch die Handlungen und Begebenheiten, die bei allem Wohlwollen, welches fiktiven und abenteuerlichen Texten entgegenzubringen ist, nicht stimmig waren: Figuren verhalten sich komplett wider ihre Natur, entwickeln übermenschliche Fähigkeiten oder dilettieren in ihrem Beruf. Das nahm viel vom bis zur Mitte vorhandenen Lese-Vergnügen.

    Mein Fazit:
    Guter Beginn, schöner, eingängiger Stil, leider am Schluss für eine absurde Story verschenkt.

  7. 4 von 5

    Kim Kestrel, eine junge Frau, die in einer Großstadt lebt und einen Job als Reinigungsfachkraft ausübt, entwickelt eine Obsession. Ein vanille-mandarin-duftendes Parfüm einer Frau führt Kim zu einem Mann, den sie in naher Zukunft verfolgen wird. Zufällig stößt Kim auf Anna, die wiederum mit dem Psychologen Max Roth zusammenlebt. Max wird zu Kims Beobachtungsobjekt. In der Vergangenheit wurde Kim psychologisch in der ihrer Jugend betreut. Doch die damalige Therapie brach sie irgendwann ab. Max biete für sie nun die Gelegenheit, die Therapie wieder aufzunehmen. Letztlich dienen aber die Therapiestunden nur einem Zweck: Max nahe zu sein. Aber es bleibt nicht bei den Therapiestunden. Kim beobachtet Max, sie beobachtet Anna, sie beobachtet beide in ihrer Wohnung, indem sie sich auf einem Baugerüst an deren Haus stundenlang bis zum anderen Morgen versteckt, und die beiden heimlich beobachtet. Eines Abends entdeckt Kim, dass Anna Max in einen Raum einsperrt. Doch in einer Nacht versucht Max auszubrechen. Dann taucht plötzlich jeden Abend ein dunkel gekleideter Mann an der Haustür auf, der sich jede Nacht um die Ohren schlägt. Kim will wissen, wer dieser Mann ist.
    Natalie Tielcke beschreibt in ihrem Thriller zwei extreme Figuren, die in ihre jeweiligen (psychologischen) Abgründe sich bewegen. Auf der einen Seite ist die hochintelligente Kim mit Einser-Abitur, die verschiedene Studienfächer abgebrochen hat, und auf der anderen Seite ist der Psychologe Max Roth mit eigener Praxis, der eine Eigenschaft an sich trägt, die kaum nachvollziehbar ist. Anna arbeitet ebenfalls als Psychologin, allerdings in einer Klinik, wo sich Anna und Max kennenglernt haben. Anna verlässt Max, als ihr die abgründigen Eigenschaft von Max zu viel werden. Ein Erlebnis auf der Straße verschaffen Kim die Möglichkeit, Max noch näher zu kommen. Max weiß erst gar nicht wie ihm geschieht, und lässt sich auf Kims Plan ein. Die Autorin lässt die Leserschaft einerseits in spannende psychologische wie auch pervers brutal dargestellte Momente eintauchen. Kritikpunkte in diesem Thriller sind allerdings die Momente, als Max einen Komapatienten spielt, und warum Kim zu einer Stalkerin wurde. Zu Kims Vergangenheit werden wenige Informationen geliefert. Die Sprache an sich ist einfach und nachvollziehbar. Ein roter Faden zieht sich durch die Geschichte.
    Mein Gesamteindruck ist, dass ich diesen Thriller gerne gelesen habe, wobei anfängliche Spannung auf die Spitze gebracht werden, aber am Ende habe ich zwei Schwachstellen an dem Thriller zu kritisieren. Die kurzen Kapitel fand ich gut, ebenso die Tagebucheinträge, die durch einen anderen Schrifttyp und das jeweilige Tagebuchdatum hervorgehoben wurden brachten Abwechslung in die Geschichte.

  8. 5 von 5

    Du wirst beobachtet, bemerkst es aber gar nicht. Auf all deinen Tritten und Schritten wirst du verfolgt, denn sie ist von dir besessen. Kim tut dies, sie ist fasziniert von einer Person und folgt dieser fortan auf allen Wegen, beobachtet sie in ihrer Wohnung, schaut sich selbst in der Wohnung um. Doch was ist, wenn die Personen, die man beobachtet, selbst ein Geheimnis haben?

    Mal wieder einen Thriller lesen, eine wirklich spannende Sache. Und das Buch hat mich auch wirklich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Der Schreibstil von Natalie Tielcke gefällt mir sehr gut, sie schildert alles sehr verständlich in einer angenehmen Sprache, die aber dennoch nicht einfach, sondern durchaus sehr durchdacht ist. Die Sätze sind nicht großartig verschachtelt, aber mit so viel Spannung und toller Wortwahl versehen, dass es toll war das Buch zu lesen. Auch der Erzählstil hat mir sehr zugesagt, denn auch wenn die Geschichte vielleicht teilweise abstrus ist, es ist sehr überlegt und nachvollziehbar, wenn gleich manchmal verrückt.

    Alles in allem ies es wirklich super spannend geschrieben, so dass ich das Buch in kürzester Zeit gelesen hatte, denn ich mochte es kaum mehr aus der Hand legen. Zwischenzeitlich war ich gedanklich mal auf einer ganz anderen Fährte, was aber auch ein interessanter Eindruck war. Überhaupt ist es so, dass man die Entwicklung der Geschichte überhaupt nicht vorhersehen kann, es ergeben sich immer mal wieder neue und ganz andere Aspekte als man vielleicht erahnt hat.

    Mir hat dieser Thriller wirklich sehr gut gefallen, ich wurde hier sehr gut unterhalten, die Spannung kaum auf keinen Fall zu kurz, auch gewisse Einspielungen hinsichtlich der Liebe (und was damit so verbunden ist) fand ich passend und nett geschildert. Eine gute Mischung der Geschichte, teilweise fand ich hier frühere Tagebuch-Einträge bzw. Auszüge daraus heftig was die Schilderung angeht, aber es hat zum ganzen Buch soweit gepasst. Generell fand ich das Buch wirklich spannend bis zum Schluß – und das muss ja auch was heißen.

    Von mir gibt es hier 5 von 5 Sternen für einen wirklich super spannenden, unterhaltsamen Thriller sowie eine Empfehlung.

  9. 1 von 5

    Das Cover ist interessant und hat sofort mein Interesse geweckt. Der Titel in roter Schrift passt sehr gute zum kalten, blauen Cover.

    Das Buch beginnt mit einem interessanten Zitat: Es gehört einfach zu der Natur des Menschen, sich und die Welt zu zerstören.
    Der Thriller beginnt am 4. Jänner 2016. Durch die sehr kurzen Kapitel kommt man beim Lesen schnell und einfach voran. Die Tagebucheinträge zwischendurch haben mich immer zum Rätseln gebracht aber oft auch verwirrt. Man stellt sich bis zur Aufklärung Fragen darüber – das finde ich von der Autorin sehr gut gestaltet. Die Figuren erscheinen am Anfang interessant und vielschichtig entwickeln sich für meinen Geschmack im letzten Drittel aber viel zu skurril und unwirklich – speziell Kim verhält sich total abgedreht und nicht passend dazu wie wir sie in den ersten zwei Dritteln kennen gelernt haben. Also wäre sie auf einmal eine komplett andere Person… Das gibt definitiv Abzüge in der Bewertung! Bei Max erklärt sich sein Verhalten etwas – dadurch ist das beim ihm irgendwie (noch) okay. Aber das die zwei mit allem so einfach davon kommen kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, bzw. wie sie sich gegenüber einander verhalten – das ist enttäuschender Weise für mich nicht stimmig. Es klärt sich leider nicht alles auf und manches ist mir am Ende betrachtet (viel) zu schräg. Der Anfang war gut aber leider baut die Geschichte im letzten Drittel sehr stark ab – als wäre das ganze Pulver in den ersten zwei Dritteln verschossen worden, deswegen muss ich weitere Sterne abziehen.

    Nach wie vor bleibt mir, trotz Erklärung der Autorin, die Strukturierung der Geschichte ein Rätsel. Die Aufteilung beinhaltet einen Prolog, drei Teile und einen Epilog plus zusätzlich sind die Teile noch in Kapitel unterteilt – diese Einteilung mit den drei Teilen hätte man meiner Meinung nach weglassen können ist aber vermutlich Geschmackssache. Vielmehr allerdings stört mich der dritte Teil selbst. Ich kann für dieses Buch leider keine Leseempfehlung abgeben, zumindest nicht mit gutem Gewissen. Der Thriller konnte mich, sehr zu meinem Bedauern, am Ende nicht überzeugen, dabei hat die Inhaltsangabe doch so viel versprechend geklungen und die Leseprobe sowie auch mehr als die erste Hälfte waren sehr interessant. Am besten man spart sich das letzte Drittel bzw. den dritten Teil – wobei dann bleibt man mit noch mehr Fragen als tatsächlich zurück aber man erspart sich die nach meinem Geschmack sehr skurrile und total schräge (Teil-)Aufklärung…

  10. 5 von 5

    Die Geschichte um Kim ist spannend erzählt. Das Buch enthält zwar wenige zu extreme psychiatrische Verhaltensbeschreibungen, ist aber trotzdem empfehlenswert.
    Kim hat eine psychische Störung, den Zwang andere Menschen zu beobachten, zu verfolgen und ihre Geheimnisse zu erforschen.
    Ein junges Paar hat es ihr besonders angetan, soweit, dass sich Kim Zugang zur Wohnung verschafft. Dadurch erfährt sie die intimsten Geheimnisse.
    Sie begibt sich in tödliche Gefahr, als sie sich auf Max einläßt. Er ist ein zwiegespaltener Psychologe und im Stande, Morde zu begehen.
    Das Verlangen bei Kim ist aber zu groß, sie kann nicht von ihm lassen.
    Am Ende muss sie beinahe mit ihrem Leben dafür bezahlen. Der große Showdown ist überraschend und nicht vorhersehbar.

  11. 5 von 5

    Eckdaten
    eBook
    Bastei Lübbe Verlag
    6,99 €
    ISBN: 978-3-7325-3936-9
    217 Seiten
    2017

    Cover
    Auf dem Cover ist ein Gesichtsausschnitt mit einem geschlossenen Auge zu sehen. Es ist hellblau, so wie der Titel suggeriert (kalt). Das Verlangen ist zwar nicht abgebildet, aber ich finde das Cover trotzdem schön. Man hätte vielleicht ein noch besser passendes Cover finden können, es fällt aber durch seine helle Farbe auf.

    Inhalt (Klappentext)
    Sie ist von dir besessen. Sie beobachtet dich und jeden deiner Schritte. Sie will dir nah sein. Immer und überall. Am Tag schleicht sie sich als Patientin in deine Praxis. Nachts sitzt sie vor deinem Fenster und blickt in deine Wohnung. Wartet dort, bis du schlafen gehst. Das ist ihr Geheimnis.
    Aber was, wenn dein eigenes Geheimnis viel schlimmer ist?

    Autorin (Klappentext)
    Natalie Tielcke wurde 1986 in Aachen geboren. Nach dem Abitur zog es die kreative Frohnatur zum Fernsehen und dort findet man sie noch heute. Sie schreibt Drehbücher und entwickelt TV-Serien. Die Kölnerin ist schon seit ihrer Kindheit davon begeistert, wenn nicht sogar besessen, sich Geschichten auszudenken. Ohne Stift und Papier geht sie nicht aus dem Haus.

    Fazit
    Der Klappentext und die Leseprobe waren super spannend und ich konnte es kaum erwarten, die Geschichte zu lesen, die mich nicht enttäuscht hat. Es gab so viele Fragen, die z.T. bis zum Schluss für mich noch ungeklärt geblieben sind.
    Die Geschichte von Kim war recht interessant und ich habe bei ihr sofort an eine Stalkerin gedacht, auch wenn sie eher eine harmlosere Version ist. Ihre Handlungen sind für mich manchmal nicht wirklich nachvollziehbar, wie die Beziehung zu ihrem ehemaligen Therapeuten. Welche Gründe haben zu dieser Entwicklung geführt?
    Davids Geschichte war umfangreich, interessant und auch grausam. Ich hatte immer wieder Vermutungen, dass Max zu perfekt ist, aber dass das sein Geheimnis ist, hätte ich nicht gedacht.
    Die Tagebucheinträge haben mich auch verwirrt. Sie waren oftmals grausam und es war sogar von Inzest die Rede, wovon ich bisher noch nie gelesen hatte.
    Die Geschichte hat mich zum Nachdenken gebracht und ich habe mich gefragt, ob in unserer heutigen Gesellschaft auch solche Menschen existieren und wie wir damit umgehen würden.
    Das eBook ist auf jeden Fall zu empfehlen. Ich habe noch nie etwas Derartiges gelesen und bin begeistert! Die Figuren waren authentisch, auch wenn mir David und Marie zum großen Teil zu grausam und unheimlich waren.

  12. 5 von 5

    Inhalt:
    Kim beobachtet gerne Menschen. Sie findet heraus wie sie heißen, wo sie wohnen, was sie machen und auch alles andere. Als Kim auf Anna trifft, weiß sie, dass sie ihr neues Beobachtungsprojekt wird. Zu ihrem Glück stellt sich heraus, dass Annas Freund, Max, noch interessanter ist. Schon nach kurzer Zeit findet sie heraus, dass die beiden etwas verheimlichen. Mit allen Mitteln versucht Kim hinter das Geheimnis zu kommen. Und dann sieht sie den Wollmützenmann. Nun wechselt sie sich ab zwischen den beiden. Doch schon bald merkt sie, dass sie lange schon die Kontrolle verloren hat und sich die Situation nicht mehr so entwickelt, wie sie es gerne hätte.

    Meine Meinung:
    Das Buch hat mich vom Anfang an begeistert. Es ließ sich sehr angenehm lesen, sodass ich förmlich durch die Seiten geflogen bin. Das Cover hat mich ebenfalls sofort angesprochen. Das Auge und die blaue Farbe passen sehr gut zum Ihhalt des Buches.
    Ich konnte Kim gut folgen, schön fand ich es, dass sie einen Wandel innerhalb des Buches vollzogen hat, den man nicht erwartet hätte. Eine Antiheldin wird auf einmal zur Heldin der Geschichte.
    Max und David sind ebenfalls ausgefeilte Charaktere. Dass man sie am Anfang nur aus Kims Perspektive der Beobachterin erlebt, hat viel Spannung eingebracht, die jedoch im Verlauf des Buches nicht abgenommen hat. Die Spannung zog sich einfach durch das ganze Buch und beinhaltete viele Überraschungen. Zwar hatte das Buch bei mir keine Gänsehaut hervorgerufen, aber dennoch hat es mich als Thriller überzeugt.

  13. 4 von 5

    ★★★★☆ (4 von 5 Sterne))

    Inhalt:
    Die junge und gebildete Kim lebt ihr Hobby, das Beobachten von Menschen, in ihrer Freizeit aus.
    Kim ist neugierig und möchte viel über die Menschen, die sie faszinieren herausfinden. Es hat sich bei Kim schon so manifestiert, dass es schon mehr stalken ist, als nur zu beobachten.
    Eines Tages sitzt sie im Zug und ihr fällt eine junge, hübsche Frau auf- diese duftet auch hervorragend, also beschließt Kim ihr zu folgen.
    Kim findet heraus, wo die hübsche Frau mit ihrem Freund wohnt, und beschließt, jeden Abend sich in Position zu setzen, um beide auszuspionieren.
    Die junge Frau Anna schließt ihren Freund Max jede Nacht in einem nicht einsehbaren Zimmer ein.
    Kim möchte herausfinden was das Ganze auf sich hat, was der hübsche Max wohl zu verbergen hat.
    Doch Kims Neugier führt sie in eine bizarre Welt, in der nichts zu sein scheint, wie es dem Anschein nach hat.

    Meinung:
    Ein außergewöhnlicher Thriller, der mich anfangs wirklich überzeugt hat.
    Man lernt alle Charakter gut kennen und erfährt mit der Zeit auch die Vorgeschichten.
    Oft überlegt man, warum etwas so ist oder war und entwickelt selbst Theorien, die zum Ende hin alle über einen Haufen geworfen werden – das gefiel mir sehr gut.
    Die Spannung war enorm groß und man will das Buch anfangs kaum aus der Hand legen.
    Zwischenzeitlich gibt es immer kurze Tagebucheinträge, die zu einer Vorgeschichte gehören, wo man aber erst zum Schluss erfährt, was diese auf sich haben und warum sie in dem Buch erwähnt werden.
    Der Schluss konnte mich persönlich aber nicht so überzeugen. Meines Erachtens nach endete es einfach zu abrupt und es wurde etwas unglaubwürdig, weshalb ich das Buch nur mit 4 Sterne bewerte.

    Fazit:
    Ich bin etwas zwiespaltig. Von Anfang bis zur Mitte ist das Buch wirklich richtig gut. Der Schluss konnte mich nicht überzeugen, aber das heißt ja nicht, dass es anderen Lesern genauso ergehen wird.
    Deshalb würde ich das Buch weiter empfehlen.

  14. 5 von 5

    Das Cover des Buches ist sehr gut gemacht und macht sofort Lust nach dem Buch zu greifen.

    Der Schreibstil der Autorin ist ebenfalls sehr gut, die Charaktere und Orte werden sehr gut dargestellt, die Spannung zieht sich von der ersten bis zur letzten Seite.

    Die Geschichte konnte mich sofort fesseln, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Obwohl am Anfang des Buches ein paar Unregelmäßigkeiten/Logikfehler auftauchten (1. Das Buch beginnt am 4.1.2016, einem Montag. Kim macht einen Termin bei Max für Freitag und der sagt „Bis nächste Woche.“;2. Kim und Max einigen sich zwar sich mit dem Vornamen anzusprechen, deshalb sich aber auch gleich zu duzen ist nicht wirklich angebracht.
    3. Max und Anna kommen meist um halb sechs nach Hause, Kim bezieht um halb sieben Stellung, sieht Max aber heimkommen.), und ich einiges erahnen konnte, war das Ende doch überraschend und die Spannung brach nie wirklich ab, sodass es ein wahres Lesevergnügen für mich war.

    Fazit: Psychothrill auf hohem Niveau. Wer dieses Genre gerne liest, dem kann ich dieses Buch nur weiterempfehlen.4,5 Sterne

  15. 5 von 5

    Sowohl das Cover als auch der Titel des Buches haben sofort mein Interesse daran geweckt. Der Schreibstil ist fesselnd und angenehm zu lesen. Die einzelnen Charaktere sind vortrefflich gewählt.
    Selten habe ich ein Buch gelesen mit so vielen unterschiedlichen, skurrilen Personen.
    Das Buch beginnt zunächst recht unwirklich und ich bin mir fast wie in einem Traum vorgekommen. Oft habe ich mich gefragt, kann das wirklich sein?
    Kim hat ein Hobby, von dem sie regelrecht besessen ist. Sie beobachtet hingebungsvoll Leute. Hier geht es speziell um ein Pärchen, von dem sie begeistert ist. Sie heißen Anna und Max. Die beiden werden von ihr im wahrsten Sinne des Wortes gestalkt. Anna verfolgt sie, beobachtet sie und lässt nicht ungenutzt, um an Informationen über die beiden zu kommen. Doch mehr möchte ich, um die Spannung zu erhalten von den Geschehnissen nicht verraten.
    Die Spannung im Buch steigt kontinuierlich, so dass ich das Buch ab der Mitte nicht mehr aus der Hand legen konnte. Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen, obwohl oder gerade weil es ein Thriller der etwas anderen Art ist. Es hat mir sehr schöne Lesestunden beschert.

  16. 4 von 5

    Kaltes Verlangen

    Inhalt/Klappentext:

    Sie ist von dir besessen. Sie beobachtet dich und jeden deiner Schritte. Sie will dir nah sein. Immer und überall. Am Tag schleicht sie sich als Patientin in deine Praxis. Nachts sitzt sie vor deinem Fenster und blickt in deine Wohnung. Wartet dort, bis du schlafen gehst. Das ist ihr Geheimnis.

    Meine Meinung:

    „Kaltes Verlangen“ hat mich von Anfang bis Ende gefesselt. Der Schreibstil war flüssig und fließend, ich war gleich in der Geschichte drin.
    Eine krasse Geschichte. Kim ist eine Stalkerin und als sie Anna entdeckt muss sie ihr einfach folgen. Anna lebt mit Max zusammen und Max fasziniert Kim noch mehr wie Anna. Sie ist wie besessen von den beiden. Sie findet heraus das Max als Psychotherapeut arbeitet und um ihn näher kennen zu lernen holt sie sich einen Termin in seiner Praxis. Sie wird seine Patientin, aber die wöchentlichen Termine bei ihm reichen ihr nicht aus. Sie stalkt ihn und seine Partnerin wann immer es geht, dabei scheut sie vor nichts zurück. Bei ihren Beobachtungen entdeckt sie das auch Max ein Geheimnis hat und Kim wäre nicht Kim wem sie dem nicht auf den Grund gehen würde.

    Ein toller, fesselnder und mal etwas anderer Thriller. Man fängt an zu lesen, ist gleich mitten im Geschehen und kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Charaktere sind alle etwas mysteriös, man kann sich nicht in sie rein fühlen, sie kommen einem nicht nahe und trotzdem haben sie etwas. Man liest das Buch aus Sicht der Stalkerin und geschickt eingefügte Wendungen sorgen dafür das der Spannungsbogen nicht abreißt. Immer wieder liest man Tagebucheinträge aus der Vergangenheit, ohne jedoch zu wissen von wem sie geschrieben wurden. Man rätselt hin und her aber man kann sich nie sicher sein ob man wirklich den richtigen Verfasser dieser Einträge vor Augen hat. Dazu dann Maxs Geheimnis – Klasse gemacht.

    Ich rase durch das Buch, möchte meine offenen Fragen möglichst bald beantwortet bekommen, aber genau da liegt der Hase dann begraben. Leider wird es gegen Ende hin richtig unrealistisch und was ich fast noch schlimmer fand, ich blieb mit vielen Fragezeichen im Kopf zurück. Zu gerne hätte ich gewusst was dazu führte das Kim zu der Person geworden ist die ich kennen lernen durfte, aber das war nicht der Fall.

    Mein Fazit:

    Trotz allem kann ich dem Buch eine Leseempfehlung aussprechen, allerdings kann ich dieses Mal nur 3,5 Sterne vergeben die ich jedoch auf 4 Sterne aufrunde.

  17. 3 von 5

    Kim beobachtet gerne andere Menschen, verfolgt diese auch gerne mal bis nach Hause und dringt in die Privatsphäre ihrer Opfer ein. In der Bahn entdeckt sie Anna, deren Duft sie von Anfang an in ihren Bann zieht. Kim folgt ihr eine Weile und findet auf diese Weise ihr eigentliches Objekt der Begierde – Max, Annas fester Freund und junger Psychologe, in dessen Praxis sich Kim keinen Tag später als Patientin vorstellt.
    Nach einigen intensiven Beobachtungen stellt Kim fest, dass die Beziehung von Max und Anna nicht so traumhaft ist, wie gedacht, denn wer sperrt seinen Partner schon jede Nacht ein? Was passiert nachts mit Max, dass Anna dazu bringt, ihn weg zu sperren?

    Anfangs gefiel mir das Buch total gut. Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen und es passiert so viel Spannendes, dass man das Buch kaum weg legen möchte. Leider kann diese Spannung nicht ganz gehalten werden, denn zwischendurch zog sich die Geschichte leider sehr und ich musste mich durch einige Seiten durch quälen.

    Die Protagonistin ist auf Anhieb nicht die Sympatischste, was vermutlich aber so gewollt ist. Ihre Gedankengänge sind äußerst eigenartig und man fragt sich fast durchgehend, welche psychische Krankheit Kim hat.
    Doch ganz anders als gedacht, rückt Kim im Laufe des Buches immer weiter in den Hintergrund, während Max sich als wahrer Protagonist entpuppt. Man erfährt mehr über seine Vergangenheit, wodurch erneut Spannung aufkommt und kommt in den Konflikt, nicht zu wissen, ob man Max mag oder hasst.

    Leider kamen mir einige Szenen ziemlich an den Haaren herbei gezogen, unrealistisch und widersprüchlich vor. Außerdem fehlten mir Informationen über die Erkrankungen der Charaktere, da ich nach wie vor nicht wirklich weiß, wer in welcher Weise psychische Probleme hat.

    Alles in allem war das Buch gut geschrieben und recht spannend, an manchen Stellen aber leider etwas weit hergeholt und unrealistisch. Außerdem fehlte mir ein richtiger Sympathieträger, da mir spätestens ab der Mitte des Buches, die Protagonisten einfach total auf die Nerven gingen. Von mir gibt es 3 von 5 Schlüsseln für dieses Buch, da es leider einige Schwächen aufweist.

  18. 3 von 5

    Kim beobachtet gerne. Sie beobachtet gerne jeden, der ihr interessant erscheint. So folgt sie eines Tages einer hübschen Frau aus dem Zug und ein makaberes Katz- und Mausspiel beginnt. Denn die Frau führt Kim direkt in die Arme des Psychologen Max, der schlussendlich nicht wirkt wie er scheint. Kim gerät selbst in grosse Gefahr. Dabei muss sich der Leser oft fragen: Wer ist gefährlicher? Der Beobachter oder der Beobachtete? Wer ist Opfer? Wer ist Täter?
    Ehrlich gesagt, gefiel mir der Schreibstil der Autorin sehr. Das Buch war gut und flüssig zu lesen. Wohingegen ich mit dem Geschichteaufbau nicht viel anfangen konnte. Irgendwie war die Autorin sehr bemüht alles mögliche, was ein Thriller bieten muss, einzuarbeiten, wodurch es für mich als Leser zuviel wurde. Die Geschichte enthält somit einfach zuviele Facetten und zu skurill. Schade um die Thematik, denn der Grundgedanke war gut.

  19. 3 von 5

    Man fängt an, dieses Buch zu lesen und ist total gefesselt. Denn anders als üblich geht der Leser hier mit der „bösen“ Protagonistin mit – einer Stalkerin, die wirklich komplett verrückt zu sein scheint. Sie sieht jemanden in der U-Bahn oder an einem anderen öffentlichen Ort, findet ihn oder sie gut und verfolgt denjenigen dann, bis es ihr zu langweilig wird. Diese Perspektive war wirklich spannend.

    Auch war es irgendwie komisch, dass man die Protagonistin, obwohl sie wirklich einige verrückte und illegale Dinge tut, richtig sympathisch findet. Zumindest am Anfang. Denn leider ist meine Meinung dem Buch gegenüber ab der Hälfte gekippt – und das lag auch an Kim.

    Sie verhält sich nicht wirklich rational, vergeudet aufgrund ihrer Stalking-Sucht auch ihre Talente, aber sie ist auch sehr gefühlskalt. Es passieren schlimme Dinge, die sie geschehen lässt und sie zeigt keinerlei Gefühle. Zwar wird mal erwähnt, dass sie ein schlechtes Gewissen hätte, aber so wirklich kam das für mich nicht rüber.

    Das lag auch ein bisschen am Schreibstil. Der ist flüssig, gut zu lesen und man kann gut folgen. Allerdings bleibt er, was die Gefühle betrifft, doch sehr oberflächlich.
    Spannend sind allerdings die immer mal wieder eingeschobenen Tagebucheinträge. Die scheinen anfangs gar nicht so richtig zur Geschichte zu passen. Zum Ende wird das dann aber logisch aufgeklärt.

    Aber das Ende… konnte mich leider gar nicht packen. Es hat sich für meinen Geschmack dann doch etwas gezogen. Es gab zwar viele unerwartete Wendungen, auf die ich so nicht gekommen wäre. Aber trotzdem hat mir was gefehlt… Es geht mir zu glatt, die Spannung fehlt und leider eben auch die anfängliche Sympathie für Kim.

    Insgesamt hat das Buch eine super Idee, die in der ersten Hälfte des Buches super umgesetzt wurde. Danach geht es allerdings für meinen Geschmack bergab – deswegen nur 3 Sterne.

  20. 2 von 5

    Der Anfang startet rasant, man ist gleich mittendrin im Geschehen.
    Kim erblickt eine Frau (Anna) die ihr gefällt und geht ihr hinterher. Somit trifft sie auch ihren Lebensgefährten Max. Für Kim ist klar: die beiden will sie näher kennenlernen. Also heftet sie sich an ihre Fersen. Sie findet heraus wo sie wohnen, begibt sich bei Max (er ist Psychotherapeut) in Behandlung und findet so einiges über sie heraus.

    Als eines Tages ein Gerüst vor dem Haus in der sich die Wohnung von Max und Anna befindet errichet wird, ist dies die Chace für Kim einen Blick in die Wohnung zu werfen.
    Was sie allerdings hier sieht hätte sie nicht vermutet. Und der Drang alles herauszufinden verändert ihr Leben.

    Natalie Tielcke´s Buch kaltes Verlangen ist gespickt mit ungewöhlichen Menschen, die psychisch „nicht so ganz normal“ ticken.

    Der Anfang hat mich begeistert, leider ließ diese zum Ende des Buches immer mehr nach. Für mich waren einfach ein paar Dinge dabei die zu unrealistisch waren. Auch das Ende finde ich persönlich passt nicht unbedingt zum Verlauf der Geschichte.
    Toller Anfang, schwaches Ende.

  21. 2 von 5

    Wer sich schon mal als hormongesteuert erlebt hat und sich dabei zuweilen selbst fremd wurde, der kann vielleicht erahnen, wie es sein muss, wenn eine psychische Krankheit das Tun und Handeln bestimmt. Permanent.

    Nathalie Tielckes „Kaltes Verlangen“ ist ein moderner Psychothriller, geschrieben aus der Sicht einer Stalkerin.

    Hier werden Einblicke in das Innenleben, die Denkprozesse und Dynamiken der jungen Kim gegeben, die davon besessen ist, Menschen zu beobachten, ihnen unbemerkt näher zu kommen und die dafür auch zunehmend bereit ist, Risiken einzugehen und Gesetze zu brechen. Geheimnisvolle Tagebucheinträge unterbrechen die Handlung und berichten über düstere Geschehnisse aus der Vergangenheit.

    Kim ist anfangs eine wunderbare Informationsquelle, da Kim alles in sich aufsaugt: ihre Umgebung, die Menschen um sie herum. Sie stellt dabei Fragen, die dem Leser selber auf der Zunge liegen. Doch schon bald muss man feststellen, dass es über das normale Maß hinausgeht.

    Ein starker Anfang, doch leider baut die Geschichte im weiteren Verlauf stark ab.

    Einige Passagen lassen sich mit Kopfschütteln lesen, andere geben Rätsel auf und wieder andere halten überraschende Wendungen parat. Langweilige Charaktere gibt es nicht. Genauso wenig welche, denen nicht mindestens eine kleine psychische „Macke“ unterstellt werden darf. Sind wir eben nicht alle ein bisschen verrückt? Liegt der einzige Unterschied vielleicht nur darin, wie angepasst an die Gesellschaft der Einzelne mit seinen Verrücktheiten leben kann?

    Trotz viel Fantasie und einigen angedachten Thriller-Momenten vermochte mir persönlich das Buch nicht einmal ein Schaudern zu entjagen, da es gleichzeitig häufig ins Unwahrscheinliche bis Unmögliche abdriftete, was die Glaubwürdigkeit der Geschichte zu stark beeinträchtigte. Auch bleiben offene Fragen zurück, die mich unbefriedigt zurücklassen. Zusammengefasst ist der Roman in seiner Abgehobenheit genauso irrwitzig wie seine Charaktere.

  22. 3 von 5

    Kim liebt es Menschen zu beobachten. Als eines Tages eine Frau mit einem tollen Duft Kims Aufmerksamkeit erregt, ahnt Kim zu diesem Zeitpunkt noch nicht, welche verherrenden Folgen das Ganze mit sich zieht. Bald befindet sie in einem Strudel von Gewalt, überraschenden Wendungen und völlliger Hilflosigkeit, aus dem es scheinbar kein Entkommen gibt.

    Positiv fand ich den flüssigen Schreibstil der Autorin. Die Beschreibungen der Personen und der Umgebung sind detailgetreu, so dass man sich die Person und auch die Umgebung gut vorstellen kann. Das Buch ist spannend geschrieben und die Protagonisten werden facettenreich dargestellt. Man lernt die beiden Protagonisten in dem Buch immer näher kennen, erfährt von deren Vergangenheit und Familienverhätnissen.

    Auch das Steigern des Spannungsbogens hat die Autorin gut dargestellt. Man hat regelrecht mitgefiebert, und wollte immer mehr über Anna und Max erfahren.

    Die Idee mit den Tagebucheinträgen fand ich ebenfalls sehr gelungen, da es Abwechlung in die Geschichte brachte.

    Leider gab es im letzten Abschnitt sehr viele Ungereimtheiten wie zum Beispiel das Vortäuschen eines Komas, dass mich sehr stutzig gemacht hat. Ich glaube kaum, dass man die eigenen Reflexe so einfach ausschalten kann. Auch hegte ich am Ende Zweifel, ob einer der Protagonisten wirklich an Schizophrenie leidet oder ob er auch dies nur vorgespielt hat.

    Die ersten beiden Abschnitte haben mir im Vergleich zum letzten sehr gut gefallen. Sie waren flüssig geschrieben und wirkten von den Geschehnissen weitaus realistischer und authentischer als die Ereignisse aus dem letzten Abschnitt.

    Ich bin etwas zwiegespalten bezüglich einer Empfehlung. Auf der einen Seite ist das Buch echt gut geschrieben, auf der anderen Seite gibt es zum Ende hin einfach zu viele Ungereimtheiten und offene Fragen, die nicht beantwortet werden.

    Die Geschichte rund um Kim hat mir auf jeden Fall spannende Lesestunden bescherrt und mich sehr zum Nachdenken angeregt. Die Geschichte zeigt auch, dass es manchmal besser ist, wenn man nicht überall seine Nase hineinsteckt ;D

  23. 4 von 5

    Kims Hobby ist es, fremde Leute zu beobachten und betreibt dies sehr obsessiv. In ihrer Wohnung hängen nur Bilder von fremden Personen, die sie über eine längere Zeit beobachtet hat. Freunde hat sie keine. Trotz ihres Einser-Abiturs geht sie lediglich einem Putzjob nach, damit sie genügend Zeit für ihr Hobby hat.

    Ihr neues „Projekt“ ist ein junges Paar, das sie sowohl tagsüber als auch nachts beobachtet. Kim ist zunächst von der Schönheit der Frau fasziniert. Der Mann betreibt eine psychologische Praxis und Kim meldet sich dort als seine Patientin an. Sie ist von einer außergewöhnlichen Leidenschaft getrieben und wäre gerne die Geliebte des Mannes.

    Der Schreibstil der Autorin ist flüssig. Durch kurze Kapitel lässt sich das Buch leicht lesen und man kommt gut in die Geschichte rein. Schon der Prolog ist sehr tiefsinnig und regt zum Nachdenken an.

    Die Autorin versteht es mit einem kontinuierlichen Spannungsaufbau und ungewöhnlichen Tagebucheinträgen den Leser zu fesseln. Fast alle vorkommenden Personen haben einen psychischen „Knacks“. Es findet meiner Ansicht nach sogar ein Protagonistentausch statt. Vom Inhalt möchte ich nicht zu viel verraten, um den Lesern nicht die Spannung zu verderben. Tatsächlich ist nichts so wie es scheint. Durch teils wirklich eiskalt geplantes Vorgehen ist man als Leser von einer Person einerseits total angewidert und auf der anderen Seite total gefesselt.

    Alles in allem habe ich noch nie ein Buch mit so vielen Wendungen und psychisch kranken Personen gelesen und bin fasziniert, wie man eine solche Story erschaffen kann. Wer gerne phantasievolle Psychothriller gespickt mit psychischen Finessen liest, wird an dem Buch Gefallen finden.

  24. 3 von 5

    Die Geschichte handelt von einer jungen Stalkerin Kim, einer Frau, was schon sehr aussergewöhnlich ist. Ihr gewähltes „Opfer“ Anna trifft sie in der Bahn und ist vom ersten Moment an wie besessen von ihr. Anna hat einen Partner Max, der Therapeut ist. Nach und nach lernt sie die Beiden besser und besser kennen. Sie meldet sich als Patientin bei Max an und integriert und frisst sich regelrecht in deren Leben ein. Aber es bleibt nicht nur beim Stalken, nach und nach macht Kim auch keinen Halt vor verbotenen und gefährlichen Aktionen und gibt so dem Buch einen spannenden Verlauf.

    Die Geschichte ist sehr gut und flüssig geschrieben. Nach zähem Anfang nimmt es schnell an Spannung auf und wie schon Leser vor mir geschrieben haben, hat auch mich der Schluss sehr enttäuscht. Das Buch nimmt eine Wendung die mir zu ver-rückt ist, obwohl ich viele Jahre in der Psychiatrie gearbeitet habe und mich mit psychischen Erkrankungen sehr gut auskenne.

    Es ist ein Buch, das durchaus spannend und gut zum Lesen ist und wenn man ein bisschen über die phantasievollen Ausschweifungen hinweg liest, ein durchaus kurzweiliges Lesevergnügen.

  25. 4 von 5

    Kaltes Verlangen ist ein Psychothriller der etwas anderen Art. Es beginnt spannend bekommt dann eine ungeahnte Wendung und hat ein überwältigendes Ende.

    Kim ist hochintelligent und hat ein ungewöhnliches Hobby. Sie Beobachtet andere Menschen. Aber dabei bleibt es nicht sie verfolgt sie beobachtet deren Lebensgewohnheiten und beginnt sich langsam in das Leben zu integrieren. So ist es auch als sie in der Bahn Anna begegnet. Kim folgt Anna und beobachtet sie, findet heraus wer Annas Freund ist und wo Max arbeitet. Um Max und Anna so nah wie möglich zu sein beobachtet sie beide fast pausenlos. Aber das reicht ihr nicht sie geht auch zu Max in die Praxis um sich von ihm behandeln zu lassen. Doch nach und nach stellt Kim fest das bei Anna und Max etwas nicht stimmt. Anna schließt Max nachts in einen abgedunkelten Raum. Warum tut sie das? Was geschieht mit Max nach Mitternacht? Dann sieht Kim einen völlig fremden das Haus verlassen. Wer ist der Mann und warum kommt er aus dem Haus von Anna und Max?

    Der Schreibstil ist flüssig und leicht, man findet schnell in die Geschichte rein. Die Spannung bleibt erhalten du wird auch noch gesteigert. Zum einen durch Kims Beobachtungen und das sie dafür auch illegale Mittel einsetzt, aber auch die Tagebucheinschübe verhelfen zu einer ungeahnten Spannung die einem an das Buch fesselt. Eine Überraschung des Buches ist die Verschiebung der Hauptprotagonisten. Denkt man am Anfang noch das es um Kim und ihre Obsession des Beobachten geht, bekommt man im zweiten und dritten Teil des Buches immer mehr den Eindruck das es um Max/David geht. Die Charaktere sind alle sehr ausgefeilt und machen eine überraschende Wendung durch. Allerdings gibt es einen Punkt Abzug da mir das Ende, auch wenn es ungeahnt und überwältigend war, nicht sonderlich gut gefallen hat. Es passte nicht wirklich zu der ganzen Vorgeschichte von David. Auch gab es Erklärungen die mir doch sehr weit hergeholt erschienen und nicht sehr realistisch. Das hat der Geschichte einen kleinen Abbruch gegeben die mir bis dahin sehr gut gefallen hatte.

  26. 3 von 5

    Kims Leidenschaft ist das Beobachten fremder Menschen. Als eines Tages eine attraktive Frau ihre Aufmerksamkeit in Beschlag nimmt, folgt Kim dieser Frau. Schnell findet sie private Details heraus, die sie in ihren Bann ziehen. Ebenso fasziniert ist sie von dem Freund der Frau. Kim findet einen Weg, sich in das Leben dieser zwei Menschen einzuschleichen. Doch bald gerät sie in einen Strudel aus Gewalt und unvorhersehbaren Wendungen.

    Der flüssige Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und ich konnte schnell in das Buch eintauchen. Der Beginn war sehr spannend. Es hat mich ganz schön erschreckt, wie schnell und leicht man private Details von jemandem erfahren kann, wenn man es darauf anlegt. Kim will immer mehr über dieses Paar, Anna und Max, erfahren und begibt sich dafür sogar als Patientin in die Praxis von Max. Sie steigert sich immer weiter in diese Obsession hinein. Bis zu einem gewissen Grad kann ich das nachvollziehen. Doch dann nahm die Geschichte einen Verlauf, den ich insbesondere im letzten Drittel als unrealistisch, teilweise schon abstrus, empfand. Die Spannung, die zu Beginn sehr hoch war, konnte bei mir dadurch leider nicht gehalten werden.
    Die Personen wurden detailliert und authentisch ausgearbeitet, so dass ich ein gutes Bild von ihnen vor Augen hatte. Insbesondere Kim wurde hinsichtlich des Stalkens wirklich gut beschrieben. Die regelrechte Sucht, fremde Menschen zu beobachten, wirkte zuerst noch harmlos. Doch es artete aus und nahm sehr krankhafte Züge an und wurde bald kriminell. Das hat die Autorin sehr gut dargestellt.
    Auch Anna und Max wurden gut beschrieben. Bezüglich Max gibt es eine für mich völlig unvorhergesehene Wendung. Allerdings fand ich die Wendung nur zu einem gewissen Grad realistisch. Vieles konnte ich nicht glauben und empfand ich daher als unrealistisch.
    Sehr gut gefallen haben mir die Tagebucheinträge zwischendurch, von denen ich nicht wusste, wer sie geschrieben hat und welche Bedeutung sie letztlich für die Geschichte haben. Das klärt sich dann zum Ende hin schlüssig auf.

    Das Buch lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Es ist auf jeden Fall spannend und lässt sich prima lesen. Jedoch haben mich die unrealistischen Aspekte gestört. Das dürfte aber durchaus Geschmackssache sein. Ich vergebe drei Sterne.

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