Das Erbe der Wintersteins

3.76 out of 5 basierend auf 45 Kundenbewertungen
(45 Kundenrezensionen)

Der Geruch nach Karbol, knarzende Dielenböden, fahrende Kuriositäten und ein dunkles Geheimnis … das ist „Das Erbe der Wintersteins“.

„Ihr Vater war kein Mann der langen Umschweife. Sie wusste, er würde gleich zur... mehr

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  • Format: eBook
  • Sprache: DE
  • Label: Liebesromane, be, beHeartbeat
  • Seiten: 359
  • ISBN: 9783732529292
  • Erscheint am 31.10.2016

Der Geruch nach Karbol, knarzende Dielenböden, fahrende Kuriositäten und ein dunkles Geheimnis … das ist „Das Erbe der Wintersteins“.

„Ihr Vater war kein Mann der langen Umschweife. Sie wusste, er würde gleich zur Sache kommen und das tat er auch. ‚Die Firma steckt in Schwierigkeiten. Wir müssen investieren. Ich werde die Winterstein Villa verkaufen!'“

‚Nein, das kannst du nicht machen!‘ Celine stellte ihre Tasse so heftig auf den Tisch, dass der Kaffee überschwappte. ‚Nicht die Villa!'“

Spätes 19. Jhdt.: Claire wurde als Baby aus einer verunglückten Kutsche fahrender Schausteller gerettet und kam auf dem Hof der Wintersteins unter. Dort muss sie sich ihre Daseinsberechtigung jedoch durch harte Knochenarbeit verdienen. Als überraschend ein Professor aus der Stadt nach ihr schickt und sie um ein Treffen in seinem Krankenhaus bittet, macht sie sich umgehend auf den Weg. Sie wird in einen dunklen Raum im Keller des Krankhauses geführt. Was sie dort erfährt, erschüttert sie zutiefst und sie weiß nicht mehr, was sie noch glauben soll.

2016: Celine Winterstein liebt die alte Villa in Meylitz, die schon seit Jahren im Besitz der Familie ist und mittlerweile leer steht. Doch weil der Familienkonzern in finanziellen Schwierigkeiten steckt, bleibt ihnen keine Wahl: Die Villa muss renoviert und verkauft werden. Schweren Herzens begibt sie sich ein letztes Mal dorthin, um den Verkauf in die Wege zu leiten. Die Bauarbeiten bringen immer mehr Hinweise auf die Geschichte ihrer Urgroßmutter Claire zum Vorschein, die die Villa damals gekauft hat. Und ein düsteres Geheimnis, das niemand jemals geahnt hätte.

Carolin Rath, Jahrgang 1964, studierte Sozialwesen und schreibt seit ihrer Kindheit Geschichten und Romane. Sie sitzt gern in Zeitmaschinen und bereist in ihrer Phantasie die jüngere und weiter zurück liegende Vergangenheit, wobei sie als permanenten Wohnort jedoch die Gegenwart eindeutig vorzieht. Wenn sie nicht gerade schreibt, unterrichtet sie an der Volkshochschule oder geht einem ihrer zahlreichen Hobbys nach. Sie wohnt in einem kleinen, alten Fehnhaus in Ostfriesland, umgeben von Eichen, Wallhecken und Feldern.

45 Rezensionen für Das Erbe der Wintersteins

  1. 3 out of 5

    Inhalt:
    Celine hat die Aufgabe die alte Villa Winterstein so herzurichten, dass sie gewinnbringend verkauft werden kann, denn dem Familienunternehmen geht es finanziell schlecht.
    Bei Aufräumarbeiten in der Villa stößt sie auf das Tagebuch ihrer Urgroßmutter, mit der sie sich im Laufe der Geschichte immer verbundener fühlt.Claire Winterstein ist ein Findelkind, die trotz einer harten Kindheit und Jugend etwas aus sich macht. Natürlich schafft sie das nicht alleine, aber der Zufall will es, dass sie einen Gönner hat, und ihr das Schicksal schlussendlich gewogen ist.Sowohl Celine als auch Claire müssen allerlei Gefahren durchstehen, bevor sich am Ende alles verquickt und auflöst.

    Meine Meinung:

    Es ist gar nicht einfach, diese Bewertung in Sternen auszudrücken. Das Buch ist flüssig geschrieben und liest sich gut. Es ist spannend und interessant. Von daher hätte es sicher einen Stern mehr verdient.
    Es gibt aber ziemlich viele Dinge, die mich gestört haben. Da ist zum Beispiel Celine: eine Frau die beruflich gefestigt ist, und eigentlich auch nicht dumm. Trotzdem hat sie nichts anderes im Sinn, als sich heiraten zu lassen. Sie ist so verzweifelt, dass sie den erstbesten akzeptiert, der sich für sie interessiert. Die biologische Uhr kann es nicht sein, denn von Kinderwunsch ist nicht die Rede. Dazu braucht man ja auch nicht zu heiraten.

    Dann ist da Claire: ein armes Findelkind, die eine sehr schwere Kindheit und Jugend hat, es aber irgendwie schafft, die Familiendynastie zu begründen.

    Erfahren wir Details aus ihrer Kindheit und Jugend, so ist da mit einem mal ein Schnitt.
    Irgendwie ist es unbefriedigend.

    Derweil stolpert Celine sehenden Auges von einer hirnrissigen Aktion in die nächste, was mich absolut nicht überzeugt hat; zudem sind gewisse Entwicklungen einfach zu vorhersehbar.

    Überhaupt ist das Frauenbild hier absolut negativ, wenngleich ich überzeugt bin, dass das von der Autorin nicht beabsichtigt ist.

    Wir haben hier Frauen die jeweils ein Klischee verkörpern:

    1. Die Unschuld, die es vom Tellerwäscher zum Millionär schafft.

    2. Die Getriebene, die um eines Vorteiles willen alles verrät.

    3. Die Oberflächliche, die sich nur für ihr Aussehen und ihre Markenklamotten interessiert.

    4. Die Verzweifelte, die spirituelle Anwandlungen hat und außerdem unbedingt heiraten will.

    5. Die Habgierige, Ungerechte, die sich auf Kosten anderer bereichert, dabei natürlich total bigott ist.

    Kommen also die Männer besser weg? Nicht wirklich. Auch hier haben wir diverse Kategorien:

    1. Den knallharten Geschäftsmann der um seinen Besitz kämpfen muss

    2. Den Sunnyboy und Lebemann, der aber eigentlich ganz süß ist

    3. Den durchtrieben Verbrecher, den Bösewicht, der allen Mitmenschen das Leben schwer macht.

    4. Den Retter in der Not.

    5. Den Mäzen.

    Von den klischeehaften Charakteren mal abgesehen fehlte mir etwas in der Geschichte. Die Ansätze, besonders in den Abschnitten die Claire betreffen, sind gut, ich hätte aber gerne mehr gehabt.
    Der Prolog ist gut gewählt, er zieht den Leser rein. Es wird schon direkt sehr viel Spannung aufgebaut und Neugierde generiert, aber ich habe das Gefühl, dass mir die Antwort schuldig geblieben wurde. Auch konnte ich mit keinem der Charaktere einen wirklichen Rapport bilden, dazu waren sie zu klischeehaft.

    Es war aber natürlich nicht als wissenschaftliche Studie gedacht, und für die Form ist es insgesamt recht gut gelungen, die Spannung wurde mühelos bis zum Ende gehalten.

    Bei einem differenzierteren System wären es vier Sterne für Sprache und Stil, und jeweils drei für Plot und Charaktere, was einen Durchschnitt von 3,3 ergibt.

    Abschließend möchte ich mich bei Bastei Lübbe für die Leserunde und das Zurverfügungstellen des Rezensionsexemplars bedanken.

  2. 2 out of 5

    Das Buchcover sieht sehr herbstlich aus, zieht durch die orangen Blätter sofort den Blick auf sich und passt daher perfekt zur aktuellen Jahreszeit.

    Durch den Prolog, hat man einen guten Einstieg in die Geschichte, hauptsächlich allerdings in jene von Claire – also in den Handlungsstrang welcher in der Vergangenheit spielt. Er weckt sofort das Interesse und die Lust auf mehr sodass man das Buch, bis man diesen Zeitpunkt in der ‚richtigen‘ Geschichte findet, nicht mehr aus der Hand geben kann!

    Die abwechselnden Kapiteln, Vergangenheit (Claire) vs. Gegenwart (Celine) verleihen der Geschichte vor allem ab dem zweiten Drittel Spannung welche im letzten definitiv am größten ist. Das Wechseln zwischen den zwei Erzählsträngen ist der Autorin Carolin Rath gut gelungen. Jedoch muss ich sagen dass mir die Kapitel in der Vergangenheit besser gefallen. Da mich jene in der Gegenwart trotz des Humors der dortigen Personen bis zum Schluss nicht so richtig fesseln konnten, und sie daher getrost weggelassen werden hätten können (zumindest was mich angeht hat sie nicht viel zum eigentlichen Handlungsstrang beigetragen), muss ich leider einen Stern abziehen. Leider, denn die Geschichte in der Vergangenheit fand ich super, die Handlungsstränge mit Claire waren sehr spannend. Die Geschichte ist aufgrund des einfachen Schreibstils leicht und zügig zu lesen, einzig die Kapitel mit Celine haben meinen Lesefluss etwas gebremst.

    Die meisten Figuren, unabhängig vom Handlungsstrang (Vergangenheit, Gegenwart), sind gut ausgearbeitet. Einzig Celine war mir zu sprunghaft, von ihr wusste man nie was man erwarten soll. Zeitweise kamen von ihr absolut entgegengesetzte Handlungen. Ich konnte da bis zum Schluss leider keinen ‚fixen‘ Charakter erkennen, sie war mir irgendwie zu abgedreht und viel zu unstet, daher leider noch ein Sternabzug da Celine im Prinzip ja die zweiten Hauptfigur war (und bei den Hauptfiguren geht ein solches entgegengesetztes Verhalten absolut nicht, diese müssen für mich einen klar erkennbaren Charakter haben um entsprechend eingeschätzt werden zu können). Einige der Dinge klären sich am Ende auf. Allerdings kam mir das ‚Ende‘ in der Gegenwart zu abrupt. Mir fehlt zwischen der Vergangenheit und der Jetztzeit zu viel, es gibt zu viele ungeklärte Dinge, zumindest in meinen Augen (mich hätte vor allem interessiert was da noch zwischen den beiden Zeiten mit Claire passiert ist). Deswegen leider noch ein Sternabzug.

    Fazit:
    Alles in allem aber trotzdem ein gelungenes Buch. Man kann sich ein paar gute Lesestunden damit gönnen.

  3. 3 out of 5

    Ich habe schon länger keinen historischen Roman gelesen, so dass ich mich sehr auf die Geschichte der Wintersteins gefreut habe.

    Die Geschichte spielt zum einen im späten 19. Jahrhundert und zum anderen in der heutigen Zeit. Diese Wechsel und die Verknüpfungen mache ich immer sehr gerne und auch hier ist der Autorin das sehr gut gelungen.

    Die Familiengeschichte war interessant und war mit dem Setting des Zirkus, in denen Menschen mit Fehlbildungen zur damaligen Zeit ausgestellt wurden, ungewöhnlich und sticht damit aus der Menge der Bücher hervor. Die Geschichte in der Vergangenheit fand ich wieder mal deutlich spannender und mitreißender.

    Als Charaktere fand ich vor allem Claire Winterstein interessant. Celine hingegen fand ich unglaublich anstrengend und unsympathisch. Ihre Art war mir zu verklemmt und sprunghaft.

    Es war stellenweise schon sehr vorhersehbar, dennoch konnte mich das Buch gut unterhalten.

  4. 2 out of 5

    Celine soll die Villa der Familie wieder auf Vordermann bringen und dann soll sie zur Rettung des Familienunternehmens verkauft werden. Celine hängt sehr an der Villa, da sie dort mit ihrer verstorbenen Mutter gelebt haben. Bei der Baubegehung findet sie das Tagebuch von Claire, die die erste Besitzerin der Villa durch die Familie Winterstein war. Bald taucht sie ein in die Welt ihrer Vorfahren und merkt nicht, dass sich deren Leben immer noch auf ihres auswirkt.

    Klara wird in einer kalten Winternacht noch als Säugling gefunden. Als Waisenkind hat sie „Glück“ und wächst am Winterstein- Hof auf. Ihr Leben verändert sich radikal als sie von einem Professor nach Berlin geholt wird. Doch warum wurde aus Klara Claire? Und wer sind ihre Eltern? Und wie kommt dieses arme Mädchen zu einer Villa?

    Klaras Geschichte hat mir besser gefallen als Celines. Insgesamt fehlt aber allen Charakteren die Tiefe. Und leider werden manche Sachen nicht geklärt im Laufe des Buches und es gibt die ein oder andere Ungereimtheit.
    Der Schreibstil hat mir aber Freude gemacht und das Cover fand ich toll.

    Insgesamt kann ich leider nur 2 Sterne vergeben, da ich das Buch nicht weiterempfehlen würde. Dafür gibt es einfach genügend bessere Familiengeheimnis- Romane.

  5. 4 out of 5

    Celine Winterstein arbeitet in der Geschäftsleitung des elterlichen Betriebs und ist frisch verliebt – außerdem stehen noch die Hochzeit ihres kleinen Bruders und Weihnachten vor der Tür. Es könnte alles so schön sein, doch kurz vor Heiligabend erfährt sie von ihrem Vater Gustav, dass die Porzellanmanufaktur in einer ernstzunehmenden finanziellen Schieflage steckt. Daher soll die alte und längst nicht mehr bewohnte Winterstein-Villa inklusive Bootshaus renoviert und verkauft werden, in der Hoffnung, dass der Erlös die Manufaktur retten kann.
    Celine soll die Arbeiten überwachen, doch es fällt ihr schwer, sich fremde Menschen im Heim ihrer Kindheit vorzustellen. Der Ortswechsel nach Meylitz weckt außerdem Celines Interesse an ihrer Urgroßmutter Claire – sie war die Gründerin des Familienunternehmens und außerdem die erste Winterstein, die in der Villa gelebt hat.

    Ich durfte dieses Buch in einer Leserunde der Lesejury lesen, und die Autorin Carolin Rath stand den Teilnehmern für Fragen zur Verfügung, so dass „Das Erbe der Wintersteins“ ein besonderes Leseerlebnis für mich war.

    Es gibt zwei Handlungsstränge: einen, der in der Vergangenheit angesiedelt ist und der Claires Lebensgeschichte erzählt, und einen zweiten in der Gegenwart, in dem Celine im Mittelpunkt steht. Die Klara- und Celine-Kapitel wechseln sich hierbei immer ab, die Kapitel enden meistens mit einem kleinen Cliffhanger, wodurch ich immer Lust aufs Weiterlesen hatte.
    Die beiden Handlungsstränge ergänzen sich sehr gut, so dass eine runde Geschichte um das Geheimnis der Familie Winterstein auf den Leser wartet.
    Die Rückblenden in die Vergangenheit zu Claire Winterstein haben mir hierbei einen kleinen Tick besser gefallen als die Erzählpassagen der Gegenwart – die Szenen waren sehr bildhaft und lebendig beschrieben, so dass ich die örtlichen Gegebenheiten und die handelnden Figuren deutlich vor Augen hatte.
    Aber ich fand trotzdem beide Erzählstränge mit ihren Protagonistinnen gut gelungen, und auch die übrigen Figuren waren gut gezeichnet und gaben der Geschichte den letzten Schliff.

    Da ich generell Familiengeschichten mit verschiedenen Zeit- und Handlungssträngen sehr gerne mag, hat mir „Das Erbe der Wintersteins“ sehr gut gefallen. Carolin Rath hat zudem ein spannendes Geheimnis eingebaut, und sie lässt auch detailreiche Schilderungen über die beim Publikum beliebten Kuriositäten- und Völkerschauen um die Jahrhundertwende mit einfließen, was ich sehr interessant (und auch etwas gruslig) fand.

    „Das Erbe der Wintersteins“ ist der erste Titel einer „Familiengeheimnis-Reihe“ des Lübbe Verlags – die Autorin Carolin Rath arbeitet bereits an einem zweiten Buch, das zu dieser Reihe gehören wird. Die Titel bauen allerdings nicht aufeinander auf, im nächsten Buch wird eine andere Familie im Mittelpunkt stehen, man wird die Bücher also unabhängig voneinander lesen können – ich warte schon sehnsüchtig auf den nächsten Band!

    Carolin Rath hat mir mit diesem tollen Schmöker für kalte, graue Wintertage schöne Lesestunden beschert – wer gerne Familiensagas liest, ist mit diesem Titel bestimmt gut beraten.

  6. 5 out of 5

    Zur Buchbeschreibung:
    Der Geruch nach Karbol, knarzende Dielenböden, fahrende Kuriositäten und ein dunkles Geheimnis … das ist „Das Erbe der Wintersteins“.

    „Ihr Vater war kein Mann der langen Umschweife. Sie wusste, er würde gleich zur Sache kommen und das tat er auch. ‚Die Firma steckt in Schwierigkeiten. Wir müssen investieren. Ich werde die Winterstein Villa verkaufen!'“

    ‚Nein, das kannst du nicht machen!‘ Celine stellte ihre Tasse so heftig auf den Tisch, dass der Kaffee überschwappte. ‚Nicht die Villa!'“

    Spätes 19. Jhdt.: Claire wurde als Baby aus einer verunglückten Kutsche fahrender Schausteller gerettet und kam auf dem Hof der Wintersteins unter. Dort muss sie sich ihre Daseinsberechtigung jedoch durch harte Knochenarbeit verdienen. Als überraschend ein Professor aus der Stadt nach ihr schickt und sie um ein Treffen in seinem Krankenhaus bittet, macht sie sich umgehend auf den Weg. Sie wird in einen dunklen Raum im Keller des Krankhauses geführt. Was sie dort erfährt, erschüttert sie zutiefst und sie weiß nicht mehr, was sie noch glauben soll.

    2016: Celine Winterstein liebt die alte Villa in Meylitz, die schon seit Jahren im Besitz der Familie ist und mittlerweile leer steht. Doch weil der Familienkonzern in finanziellen Schwierigkeiten steckt, bleibt ihnen keine Wahl: Die Villa muss renoviert und verkauft werden. Schweren Herzens begibt sie sich ein letztes Mal dorthin, um den Verkauf in die Wege zu leiten. Die Bauarbeiten bringen immer mehr Hinweise auf die Geschichte ihrer Urgroßmutter Claire zum Vorschein, die die Villa damals gekauft hat. Und ein düsteres Geheimnis, das niemand jemals geahnt hätte.

    Mein Leseeindruck:
    Man lernt in 2 verschiedenen und sich abwechselnden Erzählsträngen zum einen die junge Claire kennen, die als Waisenkind zur Familie Winterstein gebracht wird und dort aufwächst. Zum anderen die junge Celine, die viele viele Jahrzehnte später das Familienanwesen der Wintersteins zusammen mit ihrem Vater wieder herrichten lässt, um es später zu verkaufen. Beide Frauen können nicht unterschiedlicher sein. Die eine zielstrebig und gutherzig, die andere kalt und naiv. Auch einige andere Protagonisten reihen sich da leider ein.

    Das Buch liest sich sehr flüssig und ist auch zeitweise sehr spannend gehalten, allerdings ist einiges zu sehr vorhersehbar, was mir nicht ganz so gut gefallen hat.

    Dennoch eine schöne Familiengeschichte, mit viel Gefühl und Tragik, welche mir gut gefallen hat. Spannend und zeitweise fesselnd bis zum Schluss.

  7. 3 out of 5

    Inhalt
    Die Manufaktur der Familie braucht finanzielle Unterstützung, weshalb beschlossen wird die alte Villa, die kaum noch genutzt wird, zu verkaufen. Als gelernte Restauratorin soll Celine die Umbauarbeiten und die Instandsetzung überwachen, damit das Objekt im alten Glanz erstrahlt. Doch das alte Gemäuer weckt Erinnerungen an glückliche Zeiten und das Tagebuch ihrer Urgroßmutter gewährt ihr einen Einblick in ein ganz anderes Leben.

    Meine Meinung
    Zwei völlig verschiedene Frauen in zwei völlig verschiedenen Zeiten, verbunden durch ein Tagebuch und eine alte Villa. Eine Villa, die voller Erinnerungen an gute und schlechte Zeiten ist.

    Claire Winterstein wächst Ende des 19. Jahrhunderts auf. Von klein auf ist sie an Ablehnung und harte Arbeit gewöhnt. Sie wurde immer als Außenseiterin behandelt, doch es ihr nie den Lebenswillen genommen. Immer und immer wieder wurden ihr Steine in den Weg gelegt, doch sie ging immer weiter. Claire ist eine Person, die sich nicht so leicht unterkriegen lässt. Sie sieht immer das Positive im Menschen, ober versucht es zumindest, weshalb sie manchmal den falschen Personen vertraut. Auch mit der Liebe ist es nicht so einfach, denn wenn man nichts hat, ist es schwer viel zu geben.

    Celine Winterstein ist eine unabhängige und lebenserfahrene Frau der Moderne. Sie ist ausgebildete Restauratorin und arbeitet in der Manufaktur der Familie. Sie ist aber auch eine Frau, die von der großen Liebe träumt, auch wenn sie mit ihr bisher immer Pech hatte. Celine kann ein echter Sturkopf sein, während sie gleichzeitig so manches mal ziemlich leichtgläubig erscheint. Sie äußert aber auch gerne mal Vorurteile, ist aber verärgert, wenn etwas gegen sie ausgesprochen wird. Celine hat einen seltsamen Charakter, mal ist sie freundlich und einfühlsam, mal voller Abneigung und Hochmut.

    Es sind diese zwei Frauen, die die Leser an ihrem Leben teilhaben lassen. Durch ein Jahrhundert von einander getrennt, erleben beide eine Suche nach einem rechten Weg. Eine Suche mach Geborgenheit und Liebe, nach einer Familie und nach Sicherheit. Sie werden verletzt, fühlen sie einsam und wünschen sich endlich anzukommen, doch so leicht geht es leider nicht.

    Carolin Rath hat hier eine interessante und doch leicht wirre Geschichte geschaffen, die aus zwei Perspektiven erzählt wird. Sowohl Claire als auch Celine sind keine einfachen Charaktere. Beide sind recht wankelmütig, besonders wenn es um ihre Stimmungen geht. Bei Celine fällt es eher auf, verstärkt gegen Ende, wo sie praktisch ausrastet, weil andere nicht so empfinden wie sie.

    Die Handlungen waren gut durchdacht und das Aufeinandertreffen schien gut gewählt, einzig die Umsetzung hat so ihre Schwächen. Die Autorin lies Celine so viele Fehler machen, die nicht hätten sein müssen. Vieles wäre anders gekommen, wenn diese mehr nachgedacht hätte. Warum lies sie sich wie ein kleine Mäuschen rumschubsen, wenn das Recht doch auf ihrer Seite war?

    Überhaupt schien es mir, als wollte man auf manche Sachen nicht zu viel Zeit verschwenden und sie irgendwie einfach lassen, statt einen logischeren Weg zu nehmen. Nein, zum Ende hin häuften sich solche Vorfälle sogar, was wirklich nicht hätte sein müssen. Da gab es so machen Sachen, wo ich mich echt nur geärgert habe. Und ja, auch bei Claire gab es solche Momente. Sie hat zu sehr vertraut, was irgendwann irritierend war.

    Trotz mancher Schwächen, war das Finale sehr gut ausgearbeitet und konnte auch etwas überraschen. Die Autorin hat eine tolle Wendung eingebracht um alles aufzulösen. So wurden Geheimnisse gelöst und Wahrheiten kamen ans Licht. Alles in allem, gut zusammengeführt.

    Fazit
    Carolin Rath kann in ihrem Buch interessante und abwechslungsreiche Charaktere und Handlungen vorweisen. Auch wenn es noch manche Schwächen aufweist, der Rote Faden war erkennbar und zum Großteil nachvollziehbar. Die Familiensaga der Wintersteins bietet Höhen und Tiefen und hat damit eine ganz gut Lesestimmung auf sich.

  8. 3 out of 5

    Die 36jährige Celine Winterstein arbeitet als Restauratorin in der Porzellanmanufaktur, die sich seit 3 Generationen in Familienbesitz befindet. Leider ist die Auftragslage der Manufaktur alles andere als zufriedenstellend, so dass sich Celines Vater dazu entschließt, die Villa in Meylitz an der Ostsee – die seit vielen Jahren leer steht – zu verkaufen. Ein Verkauf im derzeitigen Zustand ist jedoch nicht möglich, weswegen Celine von ihrem Vater beauftragt wird nach Meylitz zu fahren, um die notwendigen Renovierungsarbeiten zu überwachen. Obwohl es kurz vor Weihnachten ist, macht Celine sich auf den Weg nach Meylitz. Bei einem Rundgang durch die alte Villa, an die Celine sehr viele schöne Erinnerungen an ihre Kindheit hat, findet sie das Tagebuch ihrer Urgroßmutter und deckt ein lange gehütetes Familiengeheimnis auf.

    Klara ist erst wenige Tage alt, als sie von einem reisenden Krämer in einem Schaustellerwagen gefunden wird. Der Besitzer des Wagens hat sich aus dem Staub gemacht und neben dem Säugling liegt die Leiche einer Frau. Der Krämer bringt das Baby zum nächstgelegenen Hof – dem Hof der Wintersteins – wo Klara die nächsten Jahre aufwachsen wird. Sie hat kein einfaches Leben und muss schon als junges Mädchen sehr hart arbeiten. Zufällig bekommt sie einen Streit zwischen der alten Winterstein und ihrem Sohn mit und erfährt einige Dinge, die großen Einfluss auf ihr Leben haben werden. Nach diesem zufällig belauschten Streit wird Klara komischerweise etwas besser behandelt, aber sie zögert nicht den Hof zu verlassen, als sie von einem Professor nach Berlin eingeladen wird. Irgendwann kreuzen sich die Wege von Klara und ihrem leiblichen Vater und sie erfährt, dass ihr richtiger Name Claire ist – Claire Winterstein.

    Die Autorin Caroline Rath beschreibt in ihrem Roman „Das Erbe der Wintersteins“ die Geschichten der beiden Frauen Klara/Claire Winterstein, die im späten 19. Jahrhundert lebte und die Begründerin der heutigen Porzellanmanufaktur war und Celine Winterstein, die in der Gegenwart lebt.

    Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht zu lesen und die Erzählungen wechseln regelmäßig zwischen Klara/Claire zur damaligen Zeit und Celine heute ab. Wie das fast immer bei Büchern ist, die in verschiedenen Zeitebenen spielen, gefiel mir der Erzählstrang der Vergangenheit wesentlich besser als die Gegenwart.

    Die Autorin schafft es, direkt am Anfang der Geschichte, Spannung aufzubauen um den Leser bei der Stange zu halten. Im Mittelteil flacht die Spannung jedoch sehr ab um zum Ende des Buches dann aber wieder anzusteigen.

    Das Leben von Urgroßmutter Klara/Claire ist nicht einfach und für mich macht sie in diesem Buch die größte Entwicklung durch. Ihr Verhalten ist nicht immer stimmig, aber doch in Anbetracht an die damalige Zeit nachvollziehbar. Gerade die Erzählungen, in denen sich Claire im Kuriositätenkabinett ihres Vaters aufhält, hatten großen Unterhaltungswert.

    Die Charaktere der Gegenwart haben für mich nicht ausreichend Tiefe, dass ich mich mit ihnen identifizieren könnte. An manchen Stellen frage ich mich, wie alt die Protagonisten eigentlich sind – und stelle dann fest, dass es sich um erwachsene Menschen handelt. Ihr Handeln ist nicht immer nachvollziehbar und/oder logisch. Gerade Celine macht sehr viele dumme Dinge, die ich manchmal nur mit Unverständnis quittieren kann. Und natürlich bringt sie sich – leider mehr als 1 x – in große Gefahr.

    Die Nebenprotagonisten werden zwar in die Geschichte mit einbezogen, das Hauptaugenmerk liegt jedoch deutlich auf dem Werdegang von Klara/Claire und Celine.

    Der Schluss ist dann leider vorhersehbar und kommt auf einmal viel zu plötzlich, so dass ein paar Fragen offen bleiben. Natürlich kommt auch die Liebe in diesem Buch nicht zu kurz, aber die Liaison zwischen Celine und Konrad geht mir persönlich viel zu schnell, nachdem Celine gerade von Albert abserviert wurde, von dem sie sich eigentlich zum bevorstehenden Weihnachtsfest einen Heiratsantrag erhofft hatte.

    Ich danke dem Verlag und Lesejury.de für die Teilnahme an der Leserunde.

  9. 4 out of 5

    Inhalt/Klappentext:
    Der Geruch nach Karbol, knarzende Dielenböden, fahrende Kuriositäten und ein dunkles Geheimnis … das ist „Das Erbe der Wintersteins“.
    Spätes 19. Jhdt.: Claire wurde als Baby aus einer verunglückten Kutsche fahrender Schausteller gerettet und kam auf dem Hof der Wintersteins unter. Dort muss sie sich ihre Daseinsberechtigung jedoch durch harte Knochenarbeit verdienen. Als überraschend ein Professor aus der Stadt nach ihr schickt und sie um ein Treffen in seinem Krankenhaus bittet, macht sie sich umgehend auf den Weg. Sie wird in einen dunklen Raum im Keller des Krankhauses geführt. Was sie dort erfährt, erschüttert sie zutiefst und sie weiß nicht mehr, was sie noch glauben soll.
    2016: Celine Winterstein liebt die alte Villa in Meylitz, die schon seit Jahren im Besitz der Familie ist und mittlerweile leer steht. Doch weil der Familienkonzern in finanziellen Schwierigkeiten steckt, bleibt ihnen keine Wahl: Die Villa muss renoviert und verkauft werden. Schweren Herzens begibt sie sich ein letztes Mal dorthin, um den Verkauf in die Wege zu leiten. Die Bauarbeiten bringen immer mehr Hinweise auf die Geschichte ihrer Urgroßmutter Claire zum Vorschein, die die Villa damals gekauft hat. Und ein düsteres Geheimnis, das niemand jemals geahnt hätte.

    Meine Meinung:
    Sehr schöner Familienroman. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es wird in zwei Zeitsträngen geschrieben. Diese verlaufen parallel zueinander und werden erst ganz zum Schluss zusammengeführt. Der Strang um Claire hat mir sehr gefallen. Er gibt einen sehr schönen Einblick in das beschwerliche Leben der Menschen im 19. Jhdt. Die Protagonistin ist sehr tiefgründig geschrieben. Claire ist eine sehr starke Persönlichkeit und Kämpferin. Die sich mit den Begebenheiten gut arrangiert. Der Neuzeitliche Strang gefällt mir nicht ganz so gut. Celine ist eine Protagonistin die nicht ganz an Claire ankommen kann. Sie ist etwas zu naiv und unschuldig geschrieben. Bei ihr habe ich die Tiefe des Charakters vermisst. Die Geschichte war spannend und hält einige Überraschungen für den Leser bereit. Der Abschluss war sehr spannend und action geladen.

    Mein Fazit :
    Schöner historischer Roman. Sehr gute Verwebung von Gegenwart und Vergangenheit. Die Protagonisten konnten leider nur teilweise vollkommen überzeugen.

  10. 4 out of 5

    In ihrem Roman erzählt Carolin Rath die Lebensgeschichten von Celine und ihrer Vorfahrin Claire/Klara in abwechselnden Handlungssträngen. Man erfährt also, wie Celine lebt und was sie in der Gegenwart bewegt, gleichzeitig „springt“ man zu Claire in die Vergangenheit und erfährt nach und nach die Hintergründe von deren Leben und welche Einflüsse das auf die „heutigen“ Ereignisse hat.

    Der Schreibstil des Romans hat mir sehr gut gefallen, die Autorin schreibt klar und flüssig, ohne, dass man über Absätze stolpert oder es „nicht richtig rund ist“.

    Die Geschichte an sich hat mich gleich fasziniert und es war sehr interessant, etwas über Claires Leben zu damaligen Zeiten zu erfahren, was sie alles erlebt hat bzw. erleben musste und wie sie damit umgegangen ist.

    Gleichzeitig hat man auch erfahren, mit welchen Problemen Celine in der heutigen Zeit zu kämpfen hat und wie sie sich durchschlägt.

    Alles in allem war der Roman sehr gut geschrieben, die Geschichte hat einen gefesselt und es wurde immer wieder Spannung aufgebaut, bis die Geheimnisse und offenen Fragen größtenteils geklärt wurden.

    Was mir allerdings nicht ganz so gut gefallen hat war, dass die Hauptcharaktere manchmal recht unsinnig und für mich eher wenig nachvollziehbar reagiert haben. Celine war stellenweise etwas übertrieben naiv, wobei sie doch eigentlich als unabhängige, kluge Frau dargestellt wurde. Claire wurde häufig als etwas zu unschuldig dargestellt, wobei sie zu einigen der Situationen, in die sie geraten ist, durchaus durch ihre Entscheidungen auch ihren Beitrag geleistet hat und nicht nur die anderen Schuld waren. Und Albert war gleich von Anfang an ein ganz seltsamer Vogel, dessen weitere Entwicklung im Buch für mich zwar nicht überraschend kam, allerdings teilweise schon ein bisschen übertrieben war.

    Im Gesamten hat mir der Roman aber doch sehr gut gefallen und hat für spannende Lesestunden gesorgt.

  11. 4 out of 5

    Zum Klappentext:

    Spätes 19. Jhdt.:
    Claire wurde als Baby aus einer verunglückten Kutsche fahrender Schausteller gerettet und kam auf dem Hof der Wintersteins unter. Dort muss sie sich ihre Daseinsberechtigung jedoch durch harte Knochenarbeit verdienen.
    Als überraschend ein Professor aus der Stadt nach ihr schickt und sie um ein Treffen in seinem Krankenhaus bittet, macht sie sich umgehend auf den Weg. Sie wird in einen dunklen Raum im Keller des Krankhauses geführt.
    Was sie dort erfährt, erschüttert sie zutiefst und sie weiß nicht mehr, was sie noch glauben soll.
    Die Geschichte der Familie Winterstein wird von zwei Protagonistinnen in verschiedenen Zeitebenen erzählt. Zum einen in der Zeit von Claire, die als Findelkind bei einer herzlosen Bäuerin aufwächst und zum späteren Zeitpunkt auf ihren „mysteriösen“ Vater trifft und einmal in der heutigen Zeit von Claires Urenkeltochter Celine, die um die alte Familienvilla kämpft und dabei auf große Gefahr stößt. Anfangs hatte ich erst Start Schwierigkeiten und konnte schwer in die Geschichte finden, dies hat sich aber nach den ersten 50 Seiten gelegt. Danach konnte ich es kaum aus der Hand legen, da die Geschichte sehr spannend und flüssig erzählt wird. Trotz der zwei Erzählstränge konnte man der Geschichte gut folgen.
    Das Cover passt sehr gut zur Geschichte und sieht sehr ansprechend herbstlich aus.
    Ich gebe dem Buch 4 Sterne, da ich anfangs erst nicht in die Geschichte gefunden habe, aber nach den Start Schwierigkeiten konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Eine sehr schöne Familiengeschichte.

  12. 1 out of 5

    Hier sprachen mich Cover und Kurzbeschreibung an und bei der lesejury durfte ich bei der Leserunde mitmachen. Der Anfang war ganz gut, aber schon nach wenigen Seiten wurde es langweilig. Man wechselt zwischen Vergangenheit und Gegenwart und beide Erzählstränge waren nichtssagend, es passiert ab und an mal etwas, aber wirklich voran kommt die Geschichte nicht. Auseinanderhalten konnte man die unterschiedlichen Zeiten jedoch sehr gut. Der Schreibstil ist ausschweifend, kommt nicht zum Punkt. Die Charaktere sind nichtssagend, ihre Taten und die Handlung ist sooooo extrem vorhersehbar. Dann lässt die Autorin Szenen einfließen und die Protagonistin völlig naiv handeln, nur damit das große Finale beginnen kann. Den Großteil der Geschichte habe ich überflogen und das Ende ist so stinklangweilig und völlig schwachsinnig. Absolut keine Empfehlung meinerseits !!!!

  13. 5 out of 5

    Das Erbe der Familie Winterstein ist eine alte Villa an der Ostsee, in der Celine Winterstein die schönste Zeit ihrer Kindheit verbracht hat. Ihre Urgroßmutter hatte die Villa einst als Familienstammsitz bestimmt und diese hatte auch den Grundstein für die Porzellanfabrikation gelegt, die zum Wohlstand der Familie führte.

    Nun ist die Firma in finanziellen Schwierigkeiten und die Villa soll verkauft werden. Schweren Herzens fährt Celine an die Ostsee, um den Verkauf vorzubereiten. Und sie setzt sich noch einmal intensiv mit der Geschichte ihrer Urgroßmutter auseinander, als sie in der Villa ein altes Tagebuch findet. Und es zeigt sich, dass das „Erbe“ der Wintersteins noch viel mehr umfasst und bedeutet als eine alte Villa.

    Die Geschichte wird in zwei abwechselnden Zeitebenen erzählt. Einmal in der Zeit von Claire, die als Findelkind heranwächst und sich mühsam den Weg in ein selbstbestimmtes Leben bahnen muss. Und einmal in der heutigen Zeit, als Claires Urenkelin Celine herausfinden muss. wie sie ihr Leben gestalten soll. Und feststellen muss, dass das Erbe ihrer Großmutter ihr Leben bedrohen könnte….

    Das alles wird gefühlvoll und spannend erzählt. Die Autorin hat den Roman sehr gut konzipiert. Trotz vieler Handlungsstränge und Handlungsorte ist alles logisch aufgebaut und alles verständlich. Als Leser kann man sich einfach in die Geschichte fallen lassen und mitfiebern.

    Das Buch behandelt außerdem ernsthafte Themen, die sehr interessant waren. Es wird von den sogenannten „Sideshows“ erzählt, dies waren in früheren Zeiten Shows, die auf Jahrmärkten gezeigt wurden und in denen „außergewöhnliche“ Menschen vorgeführt wurden. Meist waren es Menschen mit körperlichen Besonderheiten (komplett behaart, unfassbar dick, Siamesische Zwillinge, Zwergenwuchs usw.) die in dieser Jahrmarkt-Welt ihr Leben fristen mussten. Der Einblick in diese Welt ist der Autorin sehr gut gelungen – so ein kleines Sahnhäubchen obendrauf – auf einen sehr gelungenen Unterhaltungsroman, den man gut in der Vorweihnachtszeit lesen kann. denn de Handlung im Heute spielt in der Vorweihnachtszeit.

  14. 5 out of 5

    Das Buch Das Erbe der Wintersteins von Caroline Rath ist eine sehr gute Familiengeschichte, welche sich durch einen super Schreibstil sehr gut lesen lässt.
    Klara/Claire wird mitten im Wald in einem alten Zirkuswagen von einem Krämer gefunden. Dieser bringt sie zum Hof der Wintersteins. Der Hof wird mit den Jahren Claires neues Zuhause, obwohl sie es nicht immer leicht hat. Eines Tages ergibt sich die Gelegenheit um endlich von dem Hof zu fliehen. Diese ergreift Claire und landet schlussendlich bei ihrem Vater im Zirkus. Doch auch dieser hat keine Liebe für sie übrig.
    Doch wer nun denkt, dass hört sich aber langatmig an, der irrt sich. Immer wieder wird ein 2. Erzählstrang eingeführt. Auch dieser handelt von einem Mädchen. Sie heißt Celine und sie ist eine Nachfarin von Claire. Da das Familienunternehmen in dem Celine mitarbeitet, finanzielle Probleme hat. Soll die alte Villa Winterstein zunächst renoviert und dann verkauft werden.
    Doch auch diese Phase geht nicht reibungsfrei über die Bühne. So sorgt Celines Freund Albert immer wieder für neue Überraschungen.
    Die Charaktere von Celine und Claire sind sehr unterschiedlich. So wirkt Celine ein wenig naiv und eingeschüchtert, traut sich nicht was gegen ihren Freund zu unternehmen. Und Claire musste einiges durchmachen und weißt zum Beispiel auch Mut auf , einfach von dem Hof zu flüchten.

    Ich selber kann das Buch nur empfehlen. Es lässt sich wirklich super lesen und ist auch durch die unterschiedlicher Erzählstränge sehr interessant.

  15. 4 out of 5

    Caroline Rath erzählt in ihrem Buch parallel die Geschichten von Celine und Claire.
    Es ist die Geschichte der Familie Winterstein, wie alles mit Claire vor über hundert Jahren begann und welche Auswirkungen es auf das heutige Leben von Celine hat.

    Die beiden Geschichten sind eng miteinander verbunden, was das Buch sehr fesselnd macht.
    Die Autorin schafft es den Leser mitzunehmen an die Orte an denen ihre Hauptfiguren leben, ebenso kann man sich die handelnden Personen gut vorstellen.

    An einigen Stellen wirkt die Geschichte leider nicht ganz schlüssig, bzw.agieren die Hauptcharaktere merkwürdig und ganz anders als man es eigentlich von Ihnen „gewöhnt“ ist.

    Insgesamt hat mir die Lektüre einige fesselnde Lesestunden ermöglicht.

  16. 3 out of 5

    Die Geschichte startet an einem kalten ungemütlichen Abend, wo ein fahrender Krämer in einem verunglückten Zirkuswagen ein Baby findet. Er bringt es zum nächsten Hof. Den Hof der Wintersteins. Dort bleibt die kleine Klara/Claire. Es liegt kein leichtes Leben vor dem Mädchen…

    In der zweiten Erzählebene der Story begleiten wir Celine. Bei ihr handelt es sich um eine Nachfahrin von Claire, welche in der heutigen Zeit lebt. Celine ist Mitte 30 und arbeitet im Familienbetrieb. Die Wintersteins haben seit Generationen eine Porzellanmanufaktur. Aber es läuft nicht mehr so gut und so soll die nicht genutzte Villa Winterstein renoviert und verkauft werden. Bei den Renovierungsarbeiten tritt einiges zutage, was Celine noch nicht über ihre Familie wusste…

    Caroline Rath hat eine Familiengeschichte geschaffen, welche sich leicht und gut lesen lässt. Durch die unterschiedlichen Erzählstränge wird es nicht zu trocken und langatmig.
    Die Charaktere finde ich fast alle zu flach und oberflächlich. Wirklich mögen und mit gefiebert habe ich nur bei Claire und ihrer Geschichte, da sie mit der stärkste Charakter ist. Claire hat eine unglaubliche Entwicklung durchgemacht. Sie ist von einem stillen, schüchternen, fast unsichtbaren Mädchen zu einer mutigen, starken Frau geworden.
    Die zweite Hauptperson Celine hingegen wirkt auf mich sehr naiv und eingeschüchtert. Sie kann sich gar nicht durchsetzen und stolpert durch ihr Leben. Sie ist intelligent, aber nutzt dies nicht.
    Von den Nebencharakteren mag ich wirklich nur den Krämer, obwohl er nur zwei kurze Auftritte in der Geschichte hatte. Aber er stellt für mich die Menschlichkeit dar und das nicht alle immer nur etwas schlechtes wollen.

    Das Cover gefällt mir sehr. Es lässt mich eine Vorstellung haben, wie schön das Haus zu seinen Glanzzeiten war. Ebenfalls die grau/schwarz aufziehende Wolke lässt schon darauf schließen, dass etwas Dunkles im Anmarsch ist.

    Wer Familiengeschichten und unterschiedliche Erzähl- sowie Zeitepochen mag, wird diesen Buch gerne lesen.

  17. 3 out of 5

    Das Erbe der Wintersteins ist ein Roman, der in zwei Strängen erzählt.
    Da ist zunächst Klara, die später dann Claire heißt. Diese wird als Baby in einer kalten Winternacht von einem Händler gerettet und wächst bei alten Leuten auf einem Bauernhof auf. Wie später bekannt wird, ist die Hauptbezugsperson in Wirklichkeit die lieblose Großmutter. Als sich die Gelegenheit für sie ergibt, flieht sie in die Stadt, wo sie nach einigen Wirrungen bei ihrem Vater im Zirkus landet. Dieser ist ebenso ein kalter Despot. Als sie von einer Erbschaft aus der neuen Welt von ihrem Retter als Baby erfährt, flieht sie mit ihrem Schatz und kauft sich die Villa.

    Der zweite Strang spielt in der Gegenwart. Celine ist eine von zwei Kindern des Leiters einer Porzellanfabrik. Durch Geldmangel soll die alte Villa – die Claire, die Urgroßmutter von Celine gekauft hatte, renoviert und danach verkauft werden. Ihr dubioser Freund Albert, der sich bald als Lügner und Opportunist und dann durchaus noch mehr entpuppt, beschert ihr eine aufregende und gefährliche Zeit in der Villa. Durch viele Irrungen und Wirrungen geht die Geschichte.

    Vom Grundprinzip ist die Geschichte mit den beiden Strängen gut aufgebaut und ineinander verstrickt. Es liest sich flüssig und spannend. Meiner Meinung nach passiert aber manches zu plötzlich, da würde ein bisschen mehr an Kapiteln und Erlebnissen guttun, um es besser zu verstehen und nicht mit der Tür ins Haus zu fallen.

  18. 5 out of 5

    Das Buch beginnt mit einer Geschichte aus der Vergangenheit und bringt uns eine junge Frau näher die Klara Winterstein heißt. Wir werden zwischen verschiedenen Zeiten hin und her getrieben. Klara / Claire ist ein Findelkind und wächst bei der Wintersteinerin auf. Sie lebt im späten 19. Jahrhundert auf.
    Celine ist ihre Urenkelin und lebt in unserer zeit.

    Die Sprünge zwischen Claire und Celine sind so schön geschrieben das man sich nicht überfahren fühlt. Ich habe mich in der ganzen zeit wo ich mich mit der Geschichte der Familie Winterstein befassen durfte wohl gefühlt. Die Erlebnisse die Claire auf ihrem Weg zum Erwachsen sein widerfahren lassen sie reifen.
    Die kurze spanne die wir Celine begleiten dürfen ist verwirrend da sie in einer sehr schlimmen Umbruchphase in ihrem Leben ist. Der Vater will seine Firmenpolitik nicht ändern und deswegen soll das Familienhaus an der Ostsee verkauft werden. Für Celine ist das sehr traurig denn sie hängt an ihrem Geburtshaus.

    Ich habe einen sehr guten Einblick in die Vergangenheit bekommen und in die Vorbereitungen der Weihnachtszeit in einer industriellen Familie.
    Es sind gleichzeitig die Vorbereitungen für eine Hochzeit im Gange und die Gedankengänge von Celine haben mich nur zum lachen gebracht.

    1. Ich habe das Buch im Rahmen einer Aktion gratis erhalten.
    2.Die Bewertung dieses Buches wurde freiwillig und ohne jedwede Einflussnahme auf das Ergebnis verfasst.

  19. 4 out of 5

    Klara Winterstein wird als Säugling in einer rauen Nacht von einem Krämer in einem Zirkuswagen gefunden. Der Wagen scheint verlassen, im Inneren liegt die Leiche einer Wolfsfrau. Der Krämer bringt das Baby zu einem Hof, wo er sich Rettung erhofft. Zunächst wird angenommen, die Verstorbene im Zirkuswagen sei die Mutter des Mädchens und es wird befürchtet, sie könnte ebenfalls ein Wolfsmensch sein.
    Die Wirtschafterin macht es Klara nicht leicht, sie muss hart arbeiten und wird wie eine Magd behandelt. Das Kind wächst unter erschwerten und harten Bedingungen zu einer fleißigen und stillen jungen Frau heran. Durch einen Zufall erfährt sie, wer ihr Vater ist und ihr richtiger Name Claire.
    Ihr Leben wird dadurch unwesentlich leichter, denn der Vater, ein Zirkusbesitzer, ist der Sohn der Alten. Eines Tages verlässt Claire den Hof und landet mehr oder weniger durch Zufall auf dem Rummel ihres Vaters. Der will wenig von seiner Tochter wissen und lässt sie hart arbeiten.

    Parallel wird die Geschichte von Celine erzählt. Celine ist die Ururenkelin von Claire, was recht schnell im Laufe des Buches bekannt wird.
    Die Villa Winterstein befindet sich in Familienbesitz seit einigen Generationen. Es ist die Villa, in der die junge Claire mit ihrer großen Liebe Max endlich Frieden und Ruhe findet.
    Celine kommt einigen Familiengeheimnissen auf die Spur, während sich gleichzeitig ihr Freund Albert zu einem riesengroßen Fiesling entwickelt.
    Die Villa wird renoviert und es findet sich nach einigen Turbulenzen ein versteckter Goldschatz. Womit die Kosten, für die fast unerschwingliche Renovierung der Villa Winterstein gerettet ist.
    Die beiden Erzählstränge wechseln sich ab, so ist der Leser immer in der Spannung des Buches gefangen. Es gibt hier und da ein paar Unstimmigkeiten, aber im Großen und Ganzen ist es ein sehr lesbarer Roman um die Villa Winterstein.

  20. 3 out of 5

    Der Anfang der Geschichte war noch recht spannend, aber dann hat das Buch meiner Meinung nach stark nachgelassen. Die handelnden Personen sind gut beschrieben und ich konnte mir alle gut vorstellen und mich auch gut in die damalige Zeit zurückversetzen. Die beiden Handlungsstränge sind klar erkennbar und ich wusste immer in welcher Zeitepoche ich mich beim Lesen befinde. Aber der Mittelteil war ziemlich zäh und auch der Schluss konnte mich nicht wirklich überraschen, weil doch vieles vorhersehbar war.

    Nach einem tollen Beginn von mir leider nur noch 3 Sterne, da mich der Mittelteil und der Schluss nicht mehr so richtig überzeugen konnten.

  21. 3 out of 5

    Cover: wunderschönes, herbstliches Titelbild…passt hervorragend zum jetzigen Lesezeitpunkt, Das Anwesen lässt mich sofort an Familiengeheinisse und eine tolle Geschichte denken

    Inhalt: “ Das Erbe der Wintersteins“ ist ein Puzzle an Familiengeheimnissen, das eigentlich aus zwei Lebensgeschichten besteht. Die Autorin schafft es jedoch, mit den Zeitsprüngen und einem flüssigen Schreibstil beide Geschichten zu einer zu verweben.
    Man lernt viel über das Leben und die Sensationsgier im 19. Jahrhundert.
    Zum einen ist das Klara/Claire, die sich durchs Leben des 19. Jahrhunderts schlagen muss und dabei viele Rückschläge und Enttäuschen einsteckt.
    Zum anderen lernen wir Celine kennen, die das Tagebuch von Claire/Klara entdeckt und somit der Familiengeschichte näher kommt.
    Leder entwickelt sich Celine, die Hauptprotagonistin der Gegenwart,  überhaupt nicht weiter…es gibt Handlungen, die ich absolut nicht nachvollziehen kann…Manchmal kam es mir so vor, als habe Celine ihr Hirn irgendwo liegenlassen 🙁

    Fazit: Der Erzählstil ist, wie Celine leider auch, sehr oberflächlich und macht aus der tollen Idee, ein Familienpuzzle zu lösen eine Farce 🙁

  22. 4 out of 5

    Das Buch handelt von Claire, die im 19Jh lebt, und Celine im Jahr 2016.
    Claire wurde als Findelkind auf einen Hof gebracht und hat dort ihre Kindheit als einfaches Bauernmädchen verbracht bis sie von ihrem späterem Ehemann in die Stadt gebracht wurde. Dort angekommen trifft sie über einige Umwege auf ihrem leiblichen Vater und wird mit ihm die nächsten Jahre auf dem Rummel verbringen. Sie wird schwanger und bringt das Kind ohne Vater zur Welt bis dieser sie aus den Fängen des gewalttätigen Vater rettet. Aber sie wird von ihm erfolgt, jedoch wird er auf tragische Weise in der Winterstein Villa getötet.
    Da kommt Celine ins Spiel.. sie fühlt sich auf magische Weise zu der Villa hingezogen und so erfährt man wie die beiden Personen und deren Geschichte miteinander verbunden sind.
    Die beiden Personen wechseln sich in ihrer Geschichte ab; die Zeitsprünge sind aber keinesfalls störend. Das einzige was mir etwas gefehlt hat war Spannung. Sehr interessant fand ich die Erzählungen rund um den Rummel und das damalige Leben.
    4 Sterne von mir.

  23. 3 out of 5

    Das Buch „Das Erbe der Wintersteins“ von Carolin Rath ist am 31. Oktober 2016 erschienen.

    Klara/Claire Winterstein wurde im späten 19. Jahrhundert geboren, aufgewachsen als Findelkind bei einer hartherzigen, verwitweten Bäuerin, gelangt sie als junge Frau nach Berlin und ist von da an mehr oder weniger auf sich alleine gestellt. Zeit ihres Lebens ist es Claire gewohnt, hart zu arbeiten. Von allen Seiten erfährt sie nur Gleichgültigkeit, Häme, Misstrauen und Hass. Trotzdem hat sie sich zu einer ehrgeizigen, ehrlichen, tapferen, jungen Frau entwickelt, die ihren Weg geht. Allerdings lässt ihre Vergangenheit sie nicht los und hält einige Geheimnisse für sie parat.

    In einem zweiten Erzählstrang wird die Geschichte von Celine Winterstein erzählt. Sie ist eine 36jährige Restaurateurin, die in der Porzellanmanufaktur ihres Vaters arbeitet. Sie wird von ihm beauftragt, die leerstehende Familienvilla herzurichten, damit diese möglichst gewinnbringend verkauft werden kann, um die finanziellen Probleme der Firma zu bereinigen. Schweren Herzens begibt sich Celine zur Villa, um die Renovierungsarbeiten zu organisieren. Während ihres Aufenthaltes dort fällt ihr ein Tagebuch ihrer Urgroßmutter Claire in die Hände, welches das Familiengeheimnis offenbart.

    „Das Erbe der Wintersteins“ enthält zwei Erzählstränge. Zum einen die Vergangenheit um Claire Winterstein und zum anderen die Gegenwart um Celine Winterstein und ihre Familie. Die beiden Erzählstränge fügen sich gut ineinander und ergeben zum Ende hin ein ausreichend umfassendes Bild der Familiengeschichte.

    Die Erzählperspektive ist in der dritten Person Singular gehalten, wobei der Fokus der Erzählperspektive auf den beiden Hauptcharakteren Claire bzw. Celine liegt. Die anderen Figuren bleiben eher im Hintergrund und deren Gefühle, Erlebnisse und Eigenarten kommen nur zum Tragen, wenn sie im direkten Zusammenhang zu den Hauptfiguren stehen.

    Die Gegebenheiten des späten 19. Jahrhunderts werden realistisch geschildert. Sowohl das Leben auf dem Land, als auch das Leben in der Stadt und auf dem Rummel lässt sich gut nachvollziehen und man kann sich in die Zeit zurückversetzen lassen. Die Gegenwart bleibt dagegen sehr unscharf.

    Es ist interessant, Claires Lebensweg mit zu verfolgen und mit zu erleben, was ihr im Laufe ihres Lebens so alles widerfährt. Trotz der vielen Schicksalsschläge und der harten Lebensumstände, denen sie ausgesetzt ist, geht sie unbeirrt ihren Weg und wächst zu einer mutigen, selbstbestimmten, ehrgeizigen Frau heran.

    Celine dagegen entwickelt sich im Laufe der Geschichte nicht weiter – mag vielleicht auch daran liegen, dass in ihrem Erzählstrang nur wenige Tage vergehen. Aber Celine kommt in meinen Augen als sehr oberflächliche, naive Frau rüber, die sich von jedem beeinflussen lässt und ihr eigenes Gehirn ausgeschaltet lässt. Evtl. lag es an ihrer Art und ihrem Charakter, aber auf jeden Fall wollte es mir nicht gelingen, mich in diesen Erzählstrang hineinziehen zu lassen.

    Ebenso wie Celine bleibt auch der Erzählstil sehr oberflächlich. Die Gefühle der Figuren werden zwar beschrieben, aber es bleibt eben bei einer einfachen Beschreibung. Weder die Personen noch deren Gefühlswelt konnten so wirklich in mir zum Leben erweckt werden. Sowohl die „Liebesszenen“ als auch die spannenden Momente konnten in mir nicht die entsprechenden Gefühle hervorrufen.

    Lediglich der Prolog ließ ein wenig Spannung und Neugier aufkommen, dies konnte aber über das Buch hinweg nicht gehalten werden.

    Das Ende von Claires Geschichte ist meiner Meinung nach nicht ganz schlüssig und in sich stimmig. Insgesamt wirkt vor allem Celines Geschichte sehr konstruiert.

    Das Cover gefällt mir sehr gut, die Kombination aus dem schönen herrschaftlichen Anwesen und der Gewitterwolken im Hintergrund zeichnet ein schönes Bild, das die Blicke auf sich zieht und ansprechend wirkt.

    Fazit:
    Insgesamt eine nette Geschichte, die sicher Potenzial hat, aber mich leider nicht wirklich gefangen nehmen konnte.

  24. 5 out of 5

    Klappentext:

    Spätes 19. Jhdt.:
    Claire wurde als Baby aus einer verunglückten Kutsche fahrender Schausteller gerettet und kam auf dem Hof der Wintersteins unter. Dort muss sie sich ihre Daseinsberechtigung jedoch durch harte Knochenarbeit verdienen.
    Als überraschend ein Professor aus der Stadt nach ihr schickt und sie um ein Treffen in seinem Krankenhaus bittet, macht sie sich umgehend auf den Weg. Sie wird in einen dunklen Raum im Keller des Krankhauses geführt.
    Was sie dort erfährt, erschüttert sie zutiefst und sie weiß nicht mehr, was sie noch glauben soll.

    2016:
    Celine Winterstein liebt die alte Villa in Meylitz, die schon seit Jahren im Besitz der Familie ist und mittlerweile leer steht. Doch weil der Familienkonzern in finanziellen Schwierigkeiten steckt, bleibt ihnen keine Wahl: Die Villa muss renoviert und verkauft werden. Schweren Herzens begibt sie sich ein letztes Mal dorthin, um den Verkauf in die Wege zu leiten. Die Bauarbeiten bringen immer mehr Hinweise auf die Geschichte ihrer Urgroßmutter Claire zum Vorschein, die die Villa damals gekauft hat. Und ein düsteres Geheimnis, das niemand jemals geahnt hätte.

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    Mit einem düsteren & geheimnisvollen Prolog greift die Autorin Carolin Rath mit dem Auftakt ihrer neuen Familiengeheimnisreihe „Das Erbe der Wintersteins“ nach ihren Lesern.

    Schon auf den ersten Seiten schafft sie es einen Spannungsbogen aufzubauen, der eine regelrechte Sogwirkung ausübt und erst zum Ende des Buches seine Auflösung findet.
    Die Aufteilung des Buches in zwei Zeitebenen gefällt mir sehr gut und vereint die gemeinsame Familiengeschichte von Celine & ihrer Ururgroßmutter Claire auf wunderbare Weise.
    Im Laufe des Buches führen so Erinnerungstücke, Tagebucheinträge & Rechercheergebnisse Vergangenheit & Gegenwart zusammen und lüften nach und nach das Geheimnis um die alte Villa und die Entstehung der Familie Winterstein.

    Hervorstechen tut hierbei besonders die junge Claire, die trotz ihrer entbehrungsreichen Jugend nie den Mut und die Kraft verloren hat an sich selbst zu glauben!
    Im Gegensatz dazu erscheint die Protagonistin Celine unausgereifter, unbeholfener und zeitweise etwas blass.

    Doch dies schadet der Geschichte in meinen Augen nicht, da der Fokus auf die bewegende & spannende Vergangenheit der Claire Winterstein ausgelegt ist.

    Der bildhafte & flüssige Schreibstil der Autorin rundet das Buch perfekt ab und macht es zu einer schönen Wochenendlektüre!

    Fazit:
    Ein wundervoller Familienroman, der den Leser in die Vergangenheit entführt ♥ ein Buch voller Spannung, Geheimnisse & ein bisschen Gänsehaut ♥

  25. 5 out of 5

    In dieser Geschichte geht es um Celine Winterstein, die heute lebt und ihre Urgroßmutter Claire, die vor mehr als hundert Jahren lebte. Celines Vater leitet die Porzellanmanufaktur, die von Claire gegründet wurde und in finanziellen Schwierigkeiten steckt. Deshalb will er die Villa der Familie verkauft werden. Celine soll die Umbaumaßnahmen veranlassen, kann sich jedoch nicht mit dem Verkauf abfinden. In dem Haus, in dem sie ihre Jugend verbracht hat, findet sie das Tagebuch ihrer Urgroßmutter.

    Claire ist als Findelkind auf den Hof der Bäuerin Winterstein gekommen und wächst dort sehr lieblos auf. Auch als sich rausstellt, das sie die Enkelin der Hofbesitzerin ist, ändert sich daran nichts. Durch verschiedene Umstände kommt sie dann zu ihrem Vater, der als Schausteller auf Jahrmärkten lebt. Aber auch bei ihm ist sie nicht glücklich. Erst durch eine Erbschaft verändert sich ihr Leben.

    Die beiden Handlungsstränge werden abwechselnd erzählt und fügen sich gut in einander. Die Figuren in beiden Teilen sind sehr schön beschrieben und Celine und Claire waren mir von Beginn an sympathisch. Celine passieren mysteriöse Dinge und sie gerät selbst noch in Gefahr. Durch Claires Geschichte erkennt sie die Zusammenhänge und fühlt sich mit ihrer Ahnin verbunden.

    Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen, ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen. Es enthält alles, was für mich ein gutes Buch ausmacht. Ein Familiengeheimnis, einen historischen Teil, eine Liebesgeschichte und ein Verbrechen rundet das Ganze ab.

    Ich vergebe 5 Punkte für dieses Buch, das mich begeistert hat und hoffe noch mehr von der Autorin lesen zu dürfen. Ich kann es nur weiterempfehlen und allen ans Herz legen.

  26. 4 out of 5

    Celine Winterstein ist Restauratorin und Tochter des Firmeninhabers einer Porzellanfabrik. Ihr Vater Gustav will oder besser muss die alte Familienvilla an der Ostsee verkaufen, um die Firma rentabler zu machen.
    Als Celine dabei ist, die Villa für den Verkauf herzurichten, stößt sie auf ein Tagebuch von Claire Winterstein, ihrer Urgroßmutter.

    Das Buch „Das Erbe der Wintersteins“ erzählt zwei Geschichten, die doch irgendwie eine sind. Es handelt von Claire Winterstein, die als Waise auf einem Bauernhof aufwächst und später eine Porzellanfabrik gründet und der bereits erwähnten Celine Winterstein.

    Die Erzählung wechselt zwischen Celine und Claire kapitelweise hin und her. Auch wenn alles am Ende zusammenhängt, so mag ich diese Art der Erzählung nicht besonders.

    Der Leser wird mitgenommen, auf eine Reise in die Welt des Rummels Ende des neunzehnten Jahrhunderts, als Menschen mit Mißbildungen oder Krankheiten noch als Wunder zur Schau gestellt wurden.
    Dazwischen landet man immer wieder im Jahre 2016 an der Ostsee. Celines Verlobter Albert taucht auch in der Villa auf. Doch er benimmt sich merkwürdig. Täuscht sich Celine oder führt Albert etwas im Schilde?

    Trotz der ungewohnten Erzählweise hat mir das Buch gut gefallen und ich gebe ihm daher 4 Sterne.

    Vielen Dank an die Lesejury, dass ich das ebook lesen durfte.

  27. 4 out of 5

    Die Geschichte von Claire und Celine.
    Beide sind miteinander verwandt, aber sie leben in verschiedenen Zeitepochen. Dadurch haben sie den gemeinsamen Namen Winterstein.
    Celine ist Restauratorin und lebt im Haus ihres Vaters. Ihm gehört die Winterstein Porzellanmanufaktur. Jedoch ist es um das Werk nicht gut bestellt. Ihr Vater will die Villa Winterstein sanieren um diese dann gewinnbringend verkaufen zu können. Für Celine ist diese Villa das Haus ihrer Kindheit, sie will den Verkauf nicht. Aber sie erklärt sich damit einverstanden, die Umbaumaßnahmen zu leiten und zu begleiten. Gleich zu Beginn der Arbeiten fällt ihr durch Zufall das Tagebuch von Claire in die Hände und so erfährt sie von deren Schicksal und dem großen Familiengeheimnis.

    Das Buch hat mich gleich gefesselt, der Schreibstil ist flüssig undund gut zu lesen.
    Die Handlung ist packend, von Anfang bis zum Ende.

    Mit beiden Handlungssträngen wird es interessant zu lesen.
    . Mit Celine erleben wir die Gegenwart, während wir mit Claire Ereignisse aus ihrem Leben erfahren. Beides verknüpft sichsehr gut.
    Gerade das Finale ist wirklich gut gelungen.

    Ich mag Historische Romane und wenn man in die Vergangenheit mit reisen kann. Auch geheimnisse sind dabei immer wieder fazinierend.
    Ein absolut lesenswertes Buch.

  28. 4 out of 5

    Das Erbe der Wintersteins von Caroline Rath ist eine Geschichte bei der es um ein großes Familiengeheimnis geht.
    Es ist in zwei Erzählstränge gegliedert, bei dem einen geht es um Klara ( Claire) und in dem anderen um Celine, die Enkelin von Klara.
    Klara wurde im späten 19 Jahrhundert in einer winterlichen Nacht von einem fahrenden Krämer in einem Kutschenwagen entdeckt. Er nimmt sich des Kindes an, da niemand in der Nähe ist. Nicht weit entfernt befindet sich der Hof der Wintersteins, dort bringt er das Kind bei der alten Bäuerin unter und hofft sie dort in guten Händen zu wissen.
    Doch Klara hat alles andere als eine behütete Kindheit. Eines Tages ist ein Mann bei der alten Wintersteinerin und unterhält sich lautstark mit ihr. Klara beschlaucht dieses Gespräch von draußen,wo sie sich versteckt hat. Was sie dort hört kann sie gar nicht richtig zuordnen und kann es nicht fassen.
    Eines Tage kommt ein Boote und überbringt eine Nachricht für Klara. Ein Professor möchte sie unbedingt sehen und sprechen.
    Ab da an beginnt für Klara eine anderes Leben.

    Celine ,heute, wird kurz vor Weihnachten von ihrem Vater gebeten zu dem alten Familienbesitz, eine alte Villa in Meylitz, zu fahren. Diese soll nämlich verkauft werden und Celine soll die Baugewerbe beauftragen und sehen das alles seinen Gang geht.
    Dort angekommen beschleicht sie vom ersten Tag an ein unheimliches Gefühl. Sie schläft in dem Strandhaus welches mit zu dem Grundstück gehört. Sie ist aber nicht alleine, ihr Freund Albert ist ihr nach gereist. Eigentlich wollte sie das nicht, aber nun ist sie froh das er dort ist.
    Doch dann beginnt Albert sich eigenartig zu benehmen, was Celine nicht einordnen kann. Sie kennt Albert noch nicht so lange, glaubt aber das es ihr Mann ist mit dem sie die Zukunft verbringen möchte.
    In dem alten Fahrstuhschacht der Villa findet sie ein altes Tagebuch. Es ist von ihrer Großmutter. Als Restauratorin fällt es ihr nicht schwer die Zeilen zu entziffern. Dieses Tagebuch birgt einige Geheimnisse und Celine taucht immer mehr in das Leben ihrer Großmutter ein. Auch Albert lässt irgendwann seine Hüllen fallen.

    Meine Meinung:

    Für mich ein durchweg gelungenes Buch. Der Schreibstil ist flüssig und spannend zu gleich. Ich habe viel Lesvergnügen gehabt und mit Klara so wie Celine mitgelitten. Aber auch die schönen Momente habe ich genossen und mich gefreut wie alles sein Ende genommen hat.

  29. 4 out of 5

    Klappentext:

    Spätes 19. Jhdt.: Claire wurde als Baby aus einer verunglückten Kutsche fahrender Schausteller gerettet und kam auf dem Hof der Wintersteins unter. Dort muss sie sich ihre Daseinsberechtigung jedoch durch harte Knochenarbeit verdienen. Als überraschend ein Professor aus der Stadt nach ihr schickt und sie um ein Treffen in seinem Krankenhaus bittet, macht sie sich umgehend auf den Weg. Sie wird in einen dunklen Raum im Keller des Krankhauses geführt. Was sie dort erfährt, erschüttert sie zutiefst und sie weiß nicht mehr, was sie noch glauben soll.

    2016: Celine Winterstein liebt die alte Villa in Meylitz, die schon seit Jahren im Besitz der Familie ist und mittlerweile leer steht. Doch weil der Familienkonzern in finanziellen Schwierigkeiten steckt, bleibt ihnen keine Wahl: Die Villa muss renoviert und verkauft werden. Schweren Herzens begibt sie sich ein letztes Mal dorthin, um den Verkauf in die Wege zu leiten. Die Bauarbeiten bringen immer mehr Hinweise auf die Geschichte ihrer Urgroßmutter Claire zum Vorschein, die die Villa damals gekauft hat. Und ein düsteres Geheimnis, das niemand jemals geahnt hätte.

    Meine Meinung:

    Zu Klara/Claire: Ihre Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Zum einen hat man etwas über das Leben im 19. Jhdt. erfahren, zum anderen fand ich klasse wie sie ihr Leben trotz Schwierigkeiten gemeistert hat. Ich bewundere sie dafür, dass sie eine Weile bei einem Mann leben konnte, der sich nicht so verhalten hat wie man es von solchen normalerweise erwartet. Trotz einer Achterbahnfahrt der Gefühle hat sie zum Schluss ihr Glück gefunden, obwohl ich zum Schluss nochmal gedacht habe das wird nie was.

    Zu Celine: Ihre Geschichte hat mich nicht ganz überzeugt. Sie war zu vorhersehbar und Celine hat sich für meinen Geschmack oft zu naiv verhalten und Sachen gemacht, wo ich mir gedacht habe: Meine Liebe, das geht schief. Spannend wurde es nochmal zur Mitte und zum Schluss hin. Das Ende allerdings kam mir zu plötzlich und hat viele meiner Fragen noch nicht ganz beantwortet.

    Zum Buch allgemein: Das Cover ist für diese Art Buch genau richtig getroffen und hat mich ein wenig an Downton Abbey erinnert. Der Schreibstil der Autorin ist locker, und leicht zu lesen. Wenn ich mich nicht unter Kontrolle gehabt hätte, hätte ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen, denn aus der Hand legen kann man es definitiv nicht. Es war übrigens mein erstes Buch dieser Autorin.

    Ein vier Sternebuch, aber nur weil das Ende für mich zu viel offen lies.

  30. 4 out of 5

    Meine Meinung:

    Für mich war „Das Erbe der Wintersteins“ das erste Buch welches ich von der Autorin Carolin Rath gelesen habe. Der Schreibstil war flüssig und fesselnd.

    Das Cover des Buches hat mir gut gefallen. Es passt zur Geschichte und führte dazu das ich immer ein Bild von der Villa vor Augen hatte.
    Ein Highlight waren für mich auch die zwei Handlungsstränge. Abwechselnd wurde aus dem Leben von Celine (Gegenwart) und Claire (Vergangenheit) erzählt.

    Die einzelnen Charaktere haben mir gefallen, jeder auf seine Art und Weise. . Dadurch das sie alle ihre Ecken, Kanten und Macken hatte konnte man sich gut in sie reinversetzen und fühlte sich ihnen nah. Allerdings gab es auch welche die mir von Anfang an ein Dorn im Auge waren, die ich nicht verstehen konnte und die mich somit auch nicht erreicht haben.

    Klara / Claire hat mir von Anfang an gefallen – sie war mir gleich sympathisch und ich konnte mich zu jederzeit in sie reinversetzen. Sie hatte kein leichtes Leben und trotzdem hat sie sich nicht unterkriegen lassen. Egal wie sehr sie verletzt wurde, sie kämpfte sich ins Leben zurück und für ihre Freundin Agnes war sie immer da. Sie hatte einfach ein großes Herz. Besonders gelungen fand ich das sie sich in der ganzen Zeit immer weiter entwickelt hat und „gereift“ ist.

    Celine war mir auch sympathisch, aber sie erreichte mich nicht so sehr wie Claire. Sie hat ein ganz anderes Leben geführt wie Claire, aber auch sie musste sich behaupten. Nun da die Porzellanfabrik die ihre Urgrußmutter Claire gegründet hat in finanziellen Schwierigkeiten steckte sollte sie sich um den Verkauf der alten Villa kümmern. Einen Verkauf den Celine am liebsten nicht durchführen würde, denn sie liebt die alte Villa die sie aus ihrer Kinderzeit noch kennt. Es bleibt ihr aber nichts anderes übrig und so kommt sie dem Wunsch des Vaters nach und kümmert sich um alles. Dabei stößt sie auf das Tagebuch von Claire. Gebannt davon mehr über die Urgroßmutter und ihr Leben zu erfahren liest sie das Tagebuch und stößt dabei auf ein lang gehegtes Familiengeheimnis. Allerdings ahnt sie nicht das noch jemand von Claires größtem Geheimnis weiß und somit gerät sie unbewusst in Gefahr.

    Mein Fazit:

    Die Geschichte um Claire hat mich um einiges mehr gefesselt wie die von Celine. Vermutlich ist mir deshalb Claire auch mehr ans Herz gewachsen, sie musste viel Leid ertragen bis sie endlich glücklich werden durfte.

    Ein richtig spannendes, fesselndes Buch das mich sehr bewegt hat, das mich mitgenommen hat und bei dem auch die Liebe eine große Rolle spielte.

    Von mir gibt es für „Das Erbe der Wintersteins“ eine Leseempfehlung und vier Sterne.

  31. 3 out of 5

    Das Erbe der Wintersteins ist ein gut geschriebener Geheimnisroman um zwei Frauen. Während die junge Klara im ausgehenden 19. Jahrhundert als Mündel ein mühseliges Leben auf dem Lande erfährt, wächst ihre Urenkelin Celine als Erbin eines Familienunternehmens in sehr guten Verhältnissen auf. Beide müssen Verantwortung für ihr Leben übernehmen. Klara erfährt als junge Frau, dass ihr eigentlicher Name Claire ist und nennt sich fortan auch so. Sie verlässt den unglückseligen Ort ihrer Jugend um in der Stadt mehr über sich zu erfahren. Doch auch dort ist nicht alles Gold was glänzt. Und schneller noch, als sie es glauben kann steht sie ohne irgendetwas auf der Straße und muss ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten. Celine muss sich ebenfalls um den Lebensunterhalt Gedanken machen – ist sie doch gemeinsam mit ihrem Bruder im Familienunternehmen involviert, welches seine Blütezeit überschritten hat.

    Die Handlungsstränge zwischen Celine und Klara/ Claire wechseln sich im Roman regelmäßig ab. Der Leser kann so beide Persönlichkeiten kennenlernen, doch eine Identifikation gelingt leichter mit Claire als Celine. Mit der Zeit braut sich um beide Personen drohendes Unheil auf, welches seinen Ursprung in der Vergangenheit hat jedoch bis in die Gegenwart seine Finger ausstreckt.

    Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen. Es liest sich sehr spannend und doch bleiben am Ende einige offene Fragen, deren Beantwortung ich lieber der Autorin, als meiner eigenen Phantasie überlassen hätte.

    Das Cover ist schön, doch passt dieser gut gepflegte Garten nicht so ganz zum Schauplatz. Es handelt sich hierbei doch um eine lange leer stehende Villa.

  32. 4 out of 5

    zum Inhalt

    Celine Winterstein fährt nach Meylitz um die Renovierung der Familienvilla zu überwachen, die im Anschluß verkauft werden soll, um der Porzellanmanufaktur der Familie über ein Tief zu helfen. Sie verliebt sich erneut in das Haus in dem sie aufwuchs und der Wunsch, die Villa zu behalten wächst in Celine. Sie findet alte Fotos und das Tagebuch ihrer Urgroßmutter Klara Winterstein. Über die Weihnachtsfeiertage sind die Handwerker fort … aber Celine ist hier nicht alleine. Sie kommt einem großen Geheimnis auf die Spur und gerät bei ihren Nachforschungen in Lebensgefahr.

    meine Meinung

    Die Geschichte ist in zwei Zeitstränge unterteilt. Der eine spielt im Heute und erzählt die Geschichte der Celine Winterstein und wie sie dem Familiengeheimnis auf de Spur kommt.
    Die Zweite spielt um 1900 und erzählt die Geschichte von Klara Winterstein – Celine’s Urgroßmutter – Wir erleben das Familiengeheimnis hier quasi live.

    Großartig finde ich, das beide Handlungstränge verschiedene Stile haben. Bei Klara merkt man, dass man in der Vergangenheit ist. Die Menschen drücken sich anders aus, sie handeln anders und die zwischenmenschlichen Beziehungen sind viel extremer.
    Mir persönlich gefällt dieser Handlungsstrang sehr viel besser. Der Autorin liegt das historische eindeutig. Hier sind die Charaktere und Geschehnisse viel deutlicher vorstellbar und liebevoller ausgeschmückt.
    Die zwei Stränge sind immer im Wechsel und bauen aufeinander auf, so dass sich mit jedem Kapitel ein Puzzleteil zum Ganzen fügt.
    Es gibt romantische, spannende und abenteuerliche Abschnitte und das sehr abwechslungsreich – da kommt keine Langeweile auf.
    Das Ende ist schlüssig und für mich nicht vorhersehbar gewesen.
    Das Cover ist wunderschön – es zeigt eine schöne Villa offensichtlich im Herbst und hat sehr angenehme, warme Farben. Durch den dunklen gewitterschwangeren Himmel wirkt es auch ein wenig unheilvoll…. und das passt zur Geschichte. Denn wir haben hier keinen einfachen Kitsch Roman vor uns … sondern es tun sich Abgründe auf !

    Durch die Informationen über die soganannten Sideshows oder auch Freakshows des damaligen Rummel am Ende des Buches, habe ich mich noch weiter bei Google über dieses sehr interessante Thema informiert und konnte mit diesem Buch auch noch meinen Horizont erweitern 😉

    Da hier einige Charaktere noch viel schöner und deutlicher hätten ausgeführt werden können und leider auch einige Fragen, die vielleicht nicht so wichtig, aber deren Auflösung dennoch interessant gewesen wären, offen blieben, bekommt das Buch nicht die volle Punktzahl

    4 ★★★★

  33. 3 out of 5

    Celine entstammt einer Familie, der eine Porzellanmanufaktur mit langer Tradition gehört. Ihr Vater entscheidet sich ihren ursprünglichen Familiensitz, die Villa Winterstein, zu verkaufen, wozu Celine alle Handwerker usw. vor Ort koordinieren muss. Dabei taucht sie zunehmend ins die Familiengeschichte rund um ihre Urgrossmutter Claire Winterstein ein und muss feststellen, dass gewisse Geheimnisse und düstere Schatten bis in ihre Gegenwart Spuren hinterlassen.
    Die Geschichte, die aus zwei Erzählebenen besteht, fand ich interessant und teilweise facettenreich, da sie geschichtlich viele verschiedene Faktoren miteinbezieht. Leider fand ich den Schluss nicht mehr so gelungen, besonders die Geschichte von Celine driftete etwas ab. Ein hastiger Schluss mit einer Spur zuviel Esoterik. Trotzdem war das Buch unterhaltsam, besonders der Einblick von Claire in einen Rummel Ende des 19. Jahrhunderts.

  34. 4 out of 5

    Ende des 19. Jahrhunderts wurde Claire als Baby aus einem Schaustellerwagen gerettet und kam durch Zufall auf den Hof der Familie Winterstein.
    Dort musste sie hart kämpfen um überhaupt akzeptiert zu werden.
    Als aber ein Professor aus der Stadt nach ihr schickt, scheint sich das Blatt für sie zu wenden doch zuerst muss sie schreckliches über ihre Herkunft erfahren und weiß nicht was sie davon halten soll.

    Für mich persönlich ist es das erste Buch das ich von von Carolin Rath gelesen habe.
    Der Klappentext hatte mich sofort angesprochen und da das Buch zwei Erzählstränge hat, war ich auch gespannt was alles geschehen würde in der Geschichte.
    Die beiden Erzählstränge von Claire und Celine haben sich immer Kapitelweise abgewechselt, so dass man immer auch die neuesten Entwicklungen von früher und heute verbinden konnte.
    Ich bin zwar recht gut in den Roman reingekommen, doch ab und zu habe ich mich recht schwer getan in ein neues Kapitel einzusteigen da das Ende des Kapitels auch mal so offen war und man so in Gedanken dort hängen geblieben ist. Auch waren mir persönlich manche Szenen zu ausführlich dargestellt und andere wichtige Szenen zu schnell abgehandelt.
    Was mir persönlich auch nicht gefallen hat, ist dass einige Begriffe aus der Welt der Schausteller als gegeben vorausgesetzt wurde was weder Claire noch der Leser kennen muss wenn er sich mit diesem Metier nicht auseinandergesetzt hat.
    Ansonsten fand ich die Handlung gut durchstrukturiert und man konnte allem gut folgen.
    Wobei der Schluss viel zu schnell abgehandelt wurde und es auch meiner Meinung nach noch viele offene Fragen gab die leider nicht beantwortet wurden.
    Die Handlungsorte waren alle recht anschaulich beschrieben, so dass man sie sich sehr gut während des Lesens vorstellen konnte.
    Auch die Figuren des Romans fand ich sehr gut beschrieben und so konnte man sie sich sehr gut vor dem inneren Auge entstehen lassen.
    Alles in allem hat mir der Roman zwar sehr gut gefallen, doch restlos überzeugen konnte er mich leider nicht.
    Nach längerer Überlegung habe ich mich dazu entschlossen dem Roman vier von fünf Sternen zu vergeben.

  35. 4 out of 5

    Der Einstieg in den Roman fiel mir etwas schwer, musste man sich doch erst an die vielen Charaktere in der heutigen Zeit und Ende des 19. Jahrhunderts gewöhnen. Nach einigen Seiten konnte ich den Roman jedoch nicht mehr aus den Händen legen, da ich unbedingt wissen wollte, wie er endet. Celine und Claire/Klara sind zwei starke Frauen, die durch die eigene Familiengeschichte eng miteinander verbunden sind. Claires Geschichte gefiel mir etwas mehr, legten sind ihr doch einige Stolpersteine mehr in den Weg.

    Der Roman ist wunderbar geschrieben und lässt sich relativ schnell lesen. Gut geeignet für Fans von Familiensagas à la „Das Geisterhaus“.

  36. 3 out of 5

    Das Erbe der Wintersteins ist eine Familiengeschichte die einem zeigt das nichts so ist wie es scheint.

    Spätes 19 Jahrhundert ein fahrender Krämer findet einen leeren Zirkuswagen vor, darin entdeckt er ein kleines Baby. Er bringt es zu dem nahe gelegen Hof der Wintersteins. Dort wird das Mädchen aufgenommen und Klara genannt. Klara fristet von da an ein Dasein des Arbeitens und des nicht erwünscht seins. Man vermittelt ihr das Gefühl anders zu sein als andere. Doch dann belauscht sie ein Gespräch zwischen der alten Wintersteinerin und eines Fremden. Dieser entpuppt sich als ihr Vater. Aber Interesse hat er keine an Klara. Dann taucht ein junger angehender Arzt auf de Hof auf und nimmt Klara/Claire mit in die Stadt. Doch auch da läuft nicht alles zu Klaras/Claires Gunsten und sie befindet sich bald in den Fängen ihres Vaters….

    Das Jahr 2016, Celine Winterstein soll im Auftrag ihres Vater zur Villa Winterstein an die Ostsee reisen und dort alles zum Verkauf fertig machen. Doch Celine merkt wie stark sie an der alten Villa hängt, als sie dann noch das Tagebuch ihrer Urgroßmutter Claire findet ist sie ganz hin und hergerissen. Es scheint einige Geheimnisse rund um ihre Uroma zu geben und Celine geht diesem auf den Grund ohne zu bemerken das es für sie gefährlich werden kann. Des es gibt noch jemanden der hinter Claires Geheimnis her ist und der geht dafür über Leichen wenn es sein muss.

    Caroline Rath schafft hier eine tragische Familiengeschichte die sich gut lesen lässt und spannend ist. Es ist nicht nur der flüssige und sehr leichte Schreibstil der einem an das Buch fesselt sondern auch der Wechsel zwischen früher und heute, zwischen Claire und Celine. Es gibt in jeder Zeitepoche etwas zu entdecken und man fühlt mit beiden Protagonisten mit. Mir persönlich hat der Teil rund um Claire mehr zugesagt als der um Celine. Claire hatte eine sehr schöne Entwicklung im Buch durchgemacht und man merkte wie sie mit den Herausforderungen wuchs. Celine dagegen war mir zu naiv und handelte oft zu unüberlegt für eine Frau Mitte 30. Darunter litt leider mein Lesevergnügen. An manchen Stellen dachte ich nur wie dämlich und am Ende leidet das ganze Buch unter dieser neuzeitlichen Protagonisten.

    Die Geheimnisse werden erst nach und nach aufgedeckt so das man ziemlich am Ende erst den Eindruck eines ganzen Bildes hat. Dadurch baut sich die Spannung auch eher langsam auf. Am Anfang ist sie noch eher flach doch mit jedem Kapitel und jedem Wechsel der Zeit nimmt sie an Fahrt auf.

    Letztendlich ist das Buch „Das Erbe der Wintersteins“ ein toller Roman der für jeden etwas ist der gerne Familiengeschichten über zwei Zeitepochen bzw Ebenen liest.

  37. 4 out of 5

    Die Handlung rankt um die Familiengeschichte der Wintersteins. Celine lebt
    in der heutigen Zeit und wird als sie beauftragt wird das Familienanwesen,
    an dem sie wegen der positiven Kindheitserinnerungen sehr hängt zu
    verkaufen. Dabei findet sie das Tagebuch ihrer Urgroßmutter Claire.
    Die Autorin hat dabei sehr geschickt Einblicke in die Gegenwart und
    Vergangenheit abwechselnd einfließen lassen, so dass der Leser Stück für
    Stück die Geheimnisse um die Familiengeschichte der Winterstein erfährt.
    Das hat mir sehr gut gefallen, zumal ein Kapitel meist im spannenden Moment
    endet und ich darum unbedingt weiterlesen musste. Außerdem kamen mir die
    Übergänge zwischen Gegenwart und Vergangenheit immer fließend vor, was beim
    Lesen sehr angenehm war.
    Insgesamt gesehen hat sich dieses Buch leicht und schnell lesen lassen.
    Die beiden Hauptfiguren (Claire und Celine) waren mir sympathisch, wobei
    Celine mir sehr gefühlvoll manchmal zu gefühlvoll erscheint. Denn die
    mentale Kopplung in Gefahrensituationen mit Claire habe ich ihr nicht ganz
    abgenommen beim Lesen. Herrlich fand ich die Be- und Umschreibungen der
    naiven, sorglosen Maddy. Die habe ich beim Lesen direkt vor mir gesehen und
    gehört.
    Ein Satz aus dem Buch hat mir besonders gefallen: Nach vorne raus gibt’s
    keine Grenzen“. Das ist doch eine herrliche Formulierung für ‚jeder ist
    seines Glückes Schmied‘ und ‚alles ist möglich‘. Find ich toll.
    Beeindruckt haben mich auch die Erläuterungen der Autorin zu den
    unterschiedlichen Sichtweisen und dem Umgang gegenüber Menschen mit
    Behinderungen oder anderem Aussehen im 20. und 21. Jahrhundert. Darüber
    habe ich bisher noch nie so nachgedacht.
    Von mir gibt’s 4 Lesesterne und eine 100%ige Leseempfehlung.

  38. 3 out of 5

    Die Geschichte von Claire und Celine Winterstein:
    *Klara/Claire:* Anfang 19 Jh. Der fahrende Krämer Wetzlaff findet in einem einsamen Fuhrwerk die Leiche einer behaarten Frau und ein verlassenes Baby. Das Baby lässt er in der Obhut der Familie Winterstein damit diese es aufziehen, sie bekommt den Namen Klara, behandelt wird sie mehr schlecht als recht. Sie hat kein schönes Leben bei der Bäuerin, bekommt den ganzen Groll vom frühen Verlust vom Mann und Sohn der Bäuerin zu spüren, darf auch nur selten in die Schule. Eines Tages als ein Reiter kommt, hört sie durch Zufall ein Gespräch mit. Der Mann ist ihr Vater, arbeitet auf dem Rummel, stellt dort ungewöhnliche Menschen zur Schau. Er erzählt auch, das Klaras Mutter nach der Geburt verstarb. Jahre später kommt Max von Dreibergen auf den Hof, im Auftrag von Professor von Eyck. Er soll Klara am nächsten Tag in die Stadt mitnehmen, aus Angst ihre Großmutter lässt sie nicht gehen, eilt sie ihm hinterher. Sie erhofft dadurch ein besseres Leben beginnen zu können. Fortan nennt sie sich Claire wie ihre Mutter und will in der Stadt eine Stellung suchen. Doch es kommt alles ganz anders, als Claire es sich wünschte.
    *Celine:* Die junge Celine Winterstein, arbeitet im Familienbetrieb und wünscht sich sehnlichst den Heiratsantrag von Albert ihrem Verlobten zu Weihnachten. Doch ihr Vater beordert sie nach Meyerlitz zu fahren um dort die Restauration der alten Familienvilla zu beaufsichtigen. Celine ist entsetzt, das ihr Vater die Villa verkaufen will, den ihr Herz hängt noch immer an diesem Anwesen, wo sie ihre Kindheit verbrachte. Aber der Firma geht schlecht, darum muss man sie verkaufen. In der Villa kommt es zu unheimlichen Ereignissen, im alten Speiseaufzug findet Celine das Tagebuch von Claire. Als auch noch Albert auftaucht und ohne ihre Zustimmung im Haus herum streift, stellt sie ihn zur Rede und es kommt zum Streit. Daraufhin verlässt er sie und droht ihr mit Rache. Zum Glück kommt kurz danach Bruder Tom, Maddie seine Verlobte und Konrad Alberts Kollege. Konrad scheint Dinge über Albert zu wissen, die Celine vorher nicht bekannt war und er interessiert sich für die Villa und Claires Geschichte so sehr wie sie. Dieses alte Anwesen zieht Celine förmlich in einen Bann, es verbirgt viele Geheimnisse und wird für sie noch zur großen Gefahr.

    *Meine Meinung:
    Eine interessante Familiengeschichte von Autorin Carolin Rath, die abwechselnd von den Personen Claire und Celine bestimmt werden. Einerseits die spannende Geschichte über das Leben der Claire Winterstein, die Ururgroßmutter Celines und die Geschichte um Celine und dem ehemaligen Anwesen der Familie. Das Buch nimmt einen mit in die Vergangenheit, als es den Menschen noch nicht so gut ging wie heute. Auch das Leben des fahrenden Volkes auf den Rummelplätzen bietet den Lesern einen Einblick. Immer mehr erfährt man aus dem Leben von Claire und kommt damit einem Geheimnis auf die Spur, das für Celine lebensgefährlich wird. Das Cover mit seinen warmen Farben und dem Bild der Villa gefällt mir sehr gut, es passt hervorragend zum Inhalt des Buches. Der flüssige Schreibstil macht es einem auch leicht am Buch dran zubleiben. Natürlich ist es kein literarisches Meisterwerk und manche Szenen des Buches waren etwas weit hergeholt, wirkten dadurch unglaubwürdig, deshalb vergebe ich gute 3 von 5 Sterne.*

  39. 3 out of 5

    Die alte Villa an der Ostsee, mit einer wunderschönen parkähnlichen Anlage und einem Bootshaus, soll vor dem endgültigen Verfall bewahrt werden, damit die Familie Winterstein diese nach der abgeschlossenen Renovierung verkaufen kann. Die alte Porzellanmanufaktur der Wintersteins läuft nicht mehr besonders gut und schreibt rote Zahlen. Durch den Verkauf erhofft man sich einen respektablen Geldsegen, der die Firma vor der Pleite bewahren soll. Celine Winterstein, die Tochter des Firmenbesitzers, wird mit der Koordination der Renovierung beauftragt und kehrt an den Ort ihrer Kindheit zurück. Im Bootshaus quartiert sie sich kurz vor Weihnachten ein, wird dort von ihrem Freund Albert, der eigentlich nicht mitkommen sollte, überrascht und trifft sich in den darauffolgenden Tagen mit Architekten, Tischlern und sonstigen Bauarbeitern zur ersten Begehung der Villa. In einem alten Speiseaufzug findet Celine ein Tagebuch ihrer Ururgroßmutter Claire und versinkt beim Lesen in eine Welt vor 100 Jahren, in das Leben von Claire und stößt auf schicksalhafte Familiengeheimnisse. Doch merkt Celine nicht, dass sie sich damit in Gefahr begibt und genaustens beobachtet wird.

    In einer stürmischen und winterlichen Nacht findet ein Krämer vor 100 Jahren ein kleinen Baby in einem verunglückten Zirkuswagen und rettet es, indem er es zum nächstgelegenen Hof bringt. Das kleine Mädchen erhält den Namen Klara und wächst fortan auf dem Gut der Wintersteins auf. Sie wächst zu einem fleißigen Mädchen heran, welches bei Wind und Wetter hart arbeiten muss und nur selten die Schule besuchen kann. Als sich nach Jahren herausstellt wer Klaras Vater ist und das sie eigentlich Claire heißt, ändert sich alles für das junge Mädchen. Sie verlässt den Winterstein-Hof, muss sich diverse Unannehmlichkeiten gefallen lassen, erfährt ihre wahre Herkunft und landet letztendlich auf einem Rummel, der ihrem leiblichen Vater gehört. Dieser hält nur leider wenig von seiner leiblichen Tochter und tritt ihr kaltherzig, aggressiv und streng entgegen.

    In dem Buch wechseln sich die Kapitel zwischen Gegenwart (Celine) und der Vergangenheit (Claire) ab. Dies sorgt für eine gute Abwechslung in der Story. Der Schreibstil ist angenehm einfach und somit das Buch auch flüssig zu lesen. Einige Charaktere, wie z.B. Claire, sind auf Anhieb sympathisch, während andere Charaktere (z.B. Celine und Albert) blass, naiv und gar unausstehlich rüberkommen.
    Ich war, nachdem ich das Buch beendet hatte, leider zunächst ein wenig enttäuscht, da einfach zu viel vorhersehbar war, dadurch meines Erachtens die Spannung gemildert wurde und ich Celines Verhalten oft hinterfragen musste. Für mich persönlich waren die letzten Kapitel die Schwächsten von allen. Die anderen Abschnitte haben mich viel mehr gefesselt und die Story von Claire hat mir sowieso ein bisschen besser gefallen als die von Celine. Die Geschichte von Claire hatte viel mehr Tiefe und mehr Gefühl. Ich habe bei Celine im Nachhinein nicht das Gefühl, dass ich eine tiefe Bindung zu ihr aufbauen konnte und sie war, für ihr Alter, zu einfältig und kindlich in ihrem Verhalten und Denken.
    Vielleicht hätten auch zwei oder drei Kapitel mehr dem Buch ganz gut getan, um diverse noch offene Fragen und Familienverhältnisse zu klären. Im Großen und Ganzen habe ich mich jedoch gut unterhalten gefühlt.

  40. 4 out of 5

    Celine erhält von ihrem Vater den Auftrag, das alte Familienanwesen renovieren zu lassen. Sie soll über die Bauzeit im alten Bootshaus auf dem Grundstück der Villa Winterstein wohnen. Sie liebt dieses alte Haus, sie ist hier aufgewachsen, genauso wie ihre Vorfahren. Da trifft es sich gerade gut, dass ihr Freund Albert eine Fotostrecke über Gärten machen soll. Er möchte so schnell wie möglich zum Anwesen der Villa Winterstein, Celine möchte das eigentlich nicht, denn nach der Restauration soll das Gebäude veräußert werden. Sie hängt sehr an dem Anwesen und im Laufe der Bauphase stößt sie immer mehr auf Hinweise aus der Vergangenheit ihrer Großmutter Claire. Alles weist darauf hin, dass sie eine Tragödie durchlebt hat.

    Der Schreibstil in diesem Buch ist angenehm zu lesen, es beansprucht zwar die volle Konzentration und ist nicht mal so für zwischendurch zum entspannen, es entführt eine trotzdem in eine andere Welt. Erzählt wird aus der Perspektive der Gegenwart und der, der Vergangenheit. Beide Handlungsstränge sind gut unterscheidbar, von der Geschichte her gesehen, somit entstehen auch keine Verwechslungen. Mich hat jedoch gestört, dass das Buch einige Zeit gebraucht hat, bis es wirklich in Fahrt kommt. Dafür ist aber das Ende umso emotionaler. Ich war kurz vorm Herzinfarkt.

    Damit das Buch insgesamt sehr gut gefallen hat kann ich guten Gewissens 4 von 5 Sternen vergeben.

  41. 5 out of 5

    Diese Buch dreht sich um Claire und Celine. Claire lebt im 19. Jahrhundert und ist die Ururgroßmutter von Celine. sie hat kein gutes Leben in jungen Jahren; erst nicht als sie als Findelkind zufällig zu ihrer Großmutter kommt und dann später bei ihrem Vater auch nicht. Erst als sie mit Hilfe von Max von dort flüchten kann und auch ihre Freundin Agnes mitnimmt wird es für Claire besser.
    Celine arbeitet in der Familienfirma, die Claire aufgebaut hat. Der Firma geht es schlecht und Celines Vater will das Haus der Familie verkaufen. Celine liebt dieses Haus und möchte es unbedingt retten. In dem Haus findet sie Claires Tagebücher und erfährt alles über ihr leben. Albert, Celines Freund, spielt ein falsches Spiel mit ihr, nur als ihr das klar wird, ist es schon fast zu spät.

    Ein sehr emotionaler Roman, der zeigt wie sehr Vergangenheit und Zukunft miteinander verwoben sein können.
    Auch wenn sehr bald klar wird das Albert falsch spielt, dauert es doch einige Zeit, bis man sich denken kann, was eigentlich los ist. Celine indentifiziert sich sehr mit Claire, sie spürt diese förmlich. Natürlich kommt es zu einem Happy-End, alles andere wäre aber auch falsch.
    Ich habe dieses Buch fast in einem durchgelesen, so hat mich die Geschichte fasziniert.

  42. 5 out of 5

    Celine Winterstein soll die Renovierung der alten Familienvilla beaufsichtigen,die ihr Vater verkaufen möchte um die Porzelanmanufaktur vor dem drohenden Ruin zu retten.Doch Celine bringt es kaum übers Herz ,denn sie liebt diese alte Villa ,die einst ihrer Urgroßmutter Claire gehörte.Bei einemm Rundgang durchs verlassene Haus stößt Celine auf die alten ,versteckten Tagebücher von Claire .Diese Fund reisst Celine in einen Strudel von Ereignissen ,die fast ihr Leben kosten,genau wie damals bei Claire.
    Das Leben der beiden scheint auf geheimnisvolle Weise miteinander verbunden sein.
    Claire wird mitten im eisigen Winter im nirgendwo von einem Krämer ,der auf dem Weg nach Hause durch die Lande streifte ,gefunden.Er bringt das Baby zum Hof der Wintersteinerin,die es ,wenn auch ohne Liebe ,großzieht.
    Eines Tages stellt sich heraus das Claire die Enkelin der Wintersteinerin ist,deren Sohn sich vor Jahren davon gemacht hatte und nun au fdem Rummel als Schausteller unterwegs ist .
    Der alte Krämer ,der seinerseits damals Claire gefunden hatte ist mittlerweile in Amerika zu Reichtum gekommen ,den er mangels eigener Familie Claire hinterläßt.Diese wiederum ist durch die Suche ,die nach dem Tiod des Krämers nach ihr begann in der Stadt gelandet,doch der einzige Mensch ,der ihr Leben in bessere Bahnen hätte lenken können verschwindet und läßt Claire schwanger und mittellos zurück.Durch Zufall findet sie ihren Vater und landet dort auf dem Rummel.Dort findet sie den alten Ausruf in der Zeitung mit dem nach ihr gesucht wurde und es gelingt ihr die Flucht vor ihrem Vater.Doch das Schicksal holt sie ein und dieser Fluch erreicht auch Celine,deren Leben genauso bedroht wird wie damals Claires Leben.
    Die beiden sind durch die Erbschaft durch die Jahrunderte hinweg verbunden .Beide müssen um ihr Leben und ihre Liebe fürchten.
    Der Autroin ist es gelungen ,die beiden Erzählstränge auf wundersame Weise so toll zu verflechten das man wie gebannt immer weiter lesen muss .Die beiden Frauen sind einem sofort sympatisch und man liebt und leidet mit ihnen.
    Ich finde es ist eine gelungen Mischung aus Liebesroman ,Historischem und ein wenig Zeitreise ,denn die Autorin nimmt einen mit auf die Reise ins letzte Jahrundertund es gelingt ihr wunderbar dieses mit den passagen in unserer Zeit zu verknüpfen.
    Ein Buch das man nicht mehr aus der Hand legen kann und ich hoffe auf weitere Werke aus dieser Feder

  43. 5 out of 5

    Es ist die Geschichte von Claire und Celine. Beide sind miteinander verwandt, aber sie leben in völlig verschiedenen Zeitepochen. Dadurch haben sie scheinbar außer dem gemeinsamen Namen Winterstein nichts miteinander zu tun. Und doch ist da mehr, als auf dem ersten Blick sichtbar ist.
    Celine ist Restauratorin und lebt im Haus ihres Vaters. Ihm gehört die Winterstein Porzellanmanufaktur. Jedoch ist es um dieses Werk nicht gut bestellt. Lange hat man sich dem Stand der weiteren Entwicklung, sowie auch Modeeinflüssen entgegen gesetzt. Jetzt kämpfte die Firma ums Überleben. So wird Celine kurz vor Weihnachten von ihrem Vater mit seinen Entschluss konfrontiert, dass er die Villa Winterstein an der Ostsee zweckmäßig sanieren will um diese dann gewinnbringend verkaufen zu können. Für Celine ist diese Villa das Haus ihrer Kindheit, sie will den Verkauf nicht. Aber sie erklärt sich damit einverstanden, die Umbaumaßnahmen zu leiten und zu begleiten. Gleich zu Beginn der Arbeiten fällt ihr durch Zufall das Tagebuch von Claire in die Hände und so erfährt sie von deren Schicksal und dem großen tragischen Familiengeheimnis.
    Das Buch hat mich bereits von der ersten Seite an gefesselt, der Schreibstil ist flüssig und sehr atmosphärisch. Die Handlung ist dramatisch und packend und das vom Anfang bis zum Ende des Buches.
    Carolin Rath verknüpft hier sehr geschickt zwei Handlungsstränge. Mit Celine erleben wir die Gegenwart, während wir bei Claire Ereignisse aus ihrem Leben erfahren. Beide Handlungsstränge verknüpfen sich perfekt miteinander und so erfährt man stückchenweise immer mehr über die schreckliche Vergangenheit, bis sich zum Ende hin ein vollendetes Bild ergibt. Gerade das Finale ist spektakulär. Plötzlich wird man als Leser von einer düsteren Stimmung eingenommen und spürt die Bedrohung, die in der Luft liegt.
    Endlich mal wieder ein grandioses Buch in dem ich richtiggehend versunken bin, ja, ich liebe diese Art von Geschichten. Diese ist besonders gut gelungen, sie ist nicht nur anschaulich in der Vergangenheit, sondern beinhaltet auch noch ein echtes Familiengeheimnis mit einer gehörigen Portion Spannung bei deren Auflösung.
    Von mir gibt es für dieses Buch eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente 5 Lesesterne.

  44. 5 out of 5

    Oh, was für ein tolles Cover! Als absoluter Coverkäufer blieben meine Augen direkt auf dem Cover kleben. Farbenfroh und einfach schön. Erst nachdem ich ausgiebig die Vorderseite des Buches bestaunt hatte, begann ich den Klappentext auf der Rückseite zu lesen. Nun war ich restlos überzeugt… ich wollte dieses Buch lesen.

    Gesagt, getan.

    Schon nach wenigen Zeilen wird dem Leser klar, mit welchen Sehnsüchte, aber auch Hoffnungen Celine durch das Leben geht. Sei es der erhoffte Heiratsantrag oder die Position in der Firma. Die Autorin hat hier eine sensible Frau geschaffen. Eine Frau, die man durchaus sofort ins Herz schließt. Sie wirkt sympathisch, steht sich meines Erachtens aber auch selbst gerne im Weg. Man könnte auch sagen, sie fährt sozusagen mit angezogener Handbremse und wundert sich, weshalb sie so schlecht vorwärts kommt.

    Da das Buch auf zwei Zeitebenen spielt, lernt der Leser dann auch schon bald Klara kennen. Sie kommt unter sehr widrigen Umständen nach Winterstein. Eine sehr merkwürdige Herkunft, aber ein scheinbar gutes, neues Zuhause. Wenngleich auch…

    Ach, mehr möchte ich gar nicht erzählen, da man dieses Buch auf jeden Fall lesen sollte.

    Eine Geschichte, die zu Tränen rührt und betroffen macht, aber auch Hoffnung gibt.

    Ein neues Wort habe ich auch gelernt: Zeitweh. Ähnlich wie Heimweh, nur dass man der vergangenen Zeit nachtrauert. Zeitweh, ein Wort, dass ich mir unbedingt merken muss.

    Fazit:

    Beim Lesen habe ich mir oft die Frage gestellt, in welches Genre ich dieses Buch einordnen würde: Roman, Krimi oder Mystik? Ich denke, dass diese Geschichte sehr viele Fassetten hat. Eine Liebesgeschichte, eine Familientragödie, Krimianteil, Historie, Mystik.

    Für mich waren es wunderbare, spannende und unterhaltsame Lesestunden, die ich auf keinen Fall missen möchte. Ich hoffe, dass aus der Feder der Autorin noch viele solcher Geschichten gezaubert werden.

  45. 4 out of 5

    19. Jh. Durch Zufall rettet ein fahrender Händler aus einem Zirkuswagen ein kleines Baby und bringt es auf dem nahegelegenen Hof der Bauersleute Winterstein unter. Das Kind bekommt den Namen Klara und wird mit Strenge dazu angehalten, sich das Dach über dem Kopf bei den Bauersleuten zu verdienen. Als sie das Gespräch der Bauersfrau mit einem geheimnisvollen Fremden belauscht, erfährt sie, dass dieser sowohl der Sohn der Wintersteinerin als auch ihr leiblicher Vater ist. Eines Tages steht ein gutaussehender angehender Arzt vor der Tür und holt sie auf Einladung eines städtischen Professors ab. Klara nutzt die Gelegenheit, endlich dem Hof und dem dort herrschenden Regiment zu entkommen. Kaum in der Stadt, erfährt sie allerlei Geheimnisvolles und ist fortan auf sich gestellt. Das Schicksal führt sie wieder zu ihrem Vater…

    2016. Celine Winterstein ist Restauratorin in der familieneigenen Porzellanmanufaktur. Als ihr Vater ihr den Auftrag gibt, sich um die alte Familienvilla in Meylitz zu kümmern und die Renovierungsarbeiten zu überwachen, bevor diese verkauft wird, stößt sie dort auf das alte Tagebuch ihrer Urgroßmutter Claire. Schnell gerät sie in den Bann der Aufzeichnungen und macht sich daran, das Geheimnis um die Villa zu ergründen. Dabei zerbricht ihr persönliches Glück. Celine fühlt sich ständig beobachtet und weiß noch nicht, dass sie in großer Gefahr schwebt.

    Carolin Rath hat mit ihrem Buch „Das Erbe der Wintersteins“ einen sehr spannenden und unterhaltsamen Familienroman vorgelegt. Der Schreibstil liest sich flüssig, der Leser ist sogleich mitten in der Geschichte und verfolgt durch die wechselnden Kapitelabschnitte mal die Gefühle und Gedanken von Claire (Klara) und Celine. Die zeitlichen Sprünge verlaufen parallel und entblättern das zu lösende Rätsel erst nach und nach. Die Spannung wird gemächlich aufgebaut und steigert sich erst im letzten Drittel immer mehr. Dabei wird der Handlungsstrang aus der Vergangenheit wesentlich interessanter erzählt als der gegenwärtige. Die Landschaftsbeschreibungen sind sehr lebendig, so dass man das Gefühl bekommt, direkt vor Ort zu sein.

    Die Charaktere sind individuell gestaltet und wirken sehr authentisch und lebensecht. Claire (Klara) kommt einem erst vor wie eine zurückhaltende und etwas naive junge Frau, doch sie entwickelt sich im Verlauf der Geschichte immer mehr zu jemandem, der sich seine Wünsche erfüllen möchte und sich den Dingen und Menschen entgegen stellt, die ihr dabei im Wege sind. Claire ist eine warmherzige Frau, die in der Vergangenheit so einige Schicksalsschläge einstecken musste. Celine ist wohlbehütet in eine vermögende Familie hineingeboren worden. Sie leidet darunter, mit Mitte 30 noch nicht verheiratet zu sein und trägt einiges an Verantwortung. Allerdings ist sie in Bezug auf Männerbekanntschaften naiv, dabei kann sie es sich nicht verkneifen, ihrem jüngeren Bruder Sorglosigkeit und mangelndes Verantwortungsbewusstsein vorzuwerfen. Tom ist wirklich nicht gerade ein Ausbund an Arbeitstier und die Wahl seiner Frauen ist gewöhnungsbedürftig. Er hat allerdings ein gutes Herz und hängt an seiner Schwester. Albert ist ein selbstsüchtiger, egoistischer Mistkerl, der die Menschen zu täuschen und zu betrügen weiß. Konrad ist dagegen das genaue Gegenteil, er ist häuslich und besorgt um die Bedürfnisse seiner Mitmenschen.

    „Das Erbe der Wintersteins“ ist ein unterhaltsamer Roman über ein Familiengeheimnis mit historischem Wurzeln. Durch das eigenartige Verhalten der Protagonisten im Gegenwartsteil, der zeitweilig etwas unglaubwürdig wirkt, leidet die Geschichte leider etwas. Alle, die gerne Romane über zwei Ebenen lesen, werden mit diesem Buch ihre Freude und ein kurzweiliges Lesevergnügen haben.

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