Baxter, Lily

,

Restemeier, Nina

Wiedersehen in Dorset

4.00 out of 5 basierend auf 4 Kundenbewertungen
(4 Kundenrezensionen)

London 1939: die junge Poppy wird von ihren Eltern an die Küste Englands geschickt, um den Kriegswirren in London zu entgehen.

Poppy wird von der wohlhabenden Familie Carroll aufgenommen und fühlt sich in eine andere Welt versetzt: lebte ihre... mehr

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  • Format: eBook
  • Sprache: DE
  • Label: Liebesromane, be, beHeartbeat
  • Seiten: 414
  • ISBN: 9783732515028
  • Erscheint am 01.04.2016

London 1939: die junge Poppy wird von ihren Eltern an die Küste Englands geschickt, um den Kriegswirren in London zu entgehen.

Poppy wird von der wohlhabenden Familie Carroll aufgenommen und fühlt sich in eine andere Welt versetzt: lebte ihre Familie in London in einfachsten Verhältnissen, so ist ihr neues Zuhause mit allen Annehmlichkeiten ausgestattet.

Doch dann schlägt das Schicksal unbarmherzig zu und Poppy muß ihr neues Heim wieder verlassen und in das zerbombte London zurückkehren.

Zerrissen zwischen der Sehnsucht nach Dorset und der Freude wieder bei ihrer Familie zu sein, wird Poppy erneut vom Schicksal geprüft …

4 Rezensionen für Wiedersehen in Dorset

  1. 3 out of 5

    Auf das Buch wurde ich durch eine Pressemail aufmerksam und hatte das Glück ein Rezensionsexemplar ergattern zu können.

    Die dreizehnjährige Poppy wird von London an die Küste auf Squire`s Knapp geschickt, um dem Krieg zu entfliehen. Dort erwarten sie zwar Luxus und gutes Essen, aber Mrs. Carroll ist nicht unbedingt die herzlichste Person. Auch die Hausangestellten sind ihr gegenüber misstrauisch. Nur Guy, in den sie sich direkt verliebt, und seine Verlobte Amy sind nett zu ihr. Nachdem sie sich in Squire`s Knapp eingelebt hat, ist sie gezwungen zurück nach London zu gehen und für ihren Lebensunterhalt zu sorgen.

    Puh, viel zum Inhalt gibt es gar nicht zu sagen. Das Buch erstreckt sich über mehrere Jahre und oftmals sind Weihnachten und der Geburtstag von Poppy relevante Zeiten, in denen man mehr erfährt. Dazwischen vergeht meist die Zeit ohne große Überraschungen. Kurz und Knapp erzählt dann die Autorin was zwischenzeitlich vorgefallen ist. Ehrlich gesagt, war ich sehr enttäuscht, als ich las, das Poppy 13 Jahre alt ist. Es steht zwar im Klappentext die junge Poppy, aber mit 16 Jahren hatte ich schon gerechnet. Das Cover ist da auch keine Hilfe, denn die Frau darauf ist definitiv keine 13 mehr. Auch mit den Ende war ich nicht zufrieden. Während das Buch im Mittelteil größtenteils mit Nichtigkeiten zugestopft ist, ist das Ende und die Auflösung innerhalb von 2 Kapiteln geschehen. Da hätte ich mir einen Plot gewünscht, der tiefer geht.

    Auch die Liebesgeschichte um Poppy und Guy war völlig unsinnig. Sie ist natürlich hin und weg von ihm und auch er, mit über 20 Jahren, war wohl schon von Anfang an in sie verliebt. Hallo ?? Die beiden verbringen nur sehr wenig Zeit miteinander und selbst nach 4 Jahren ist diese Liebe immer noch aktuell. An dieser Stelle muss ich nun :spoiler: Gegen Ende des Buch verschwindet Guy bei einem Einsatz und er wird für tot erklärt. Das wird aber ohne viel Federlesen geschrieben und ist dann auch so schnell abgehakt, dass einem direkt schon klar ist, das Guy noch lebt und zu einem späteren Zeitpunkt wieder auftaucht. *ENDE*

    Die restlichen Charaktere blieben relativ blass und auch die Emotionen kamen nicht bei mir an. Einzig Poppy wird näher beleuchtet, die mit dem Alter selbstverständlich reifer wird. Ansonsten ist da noch Dennis, der mir im Gedächtnis bleibt, jedoch nicht im positiven Sinne. Ich glaube kaum, dass seine zukünftige Familie ein schönes Leben führen wird.

    Der Schreibstil war leicht und angenehm zu lesen. Die Autorin konnte jedoch weder die Gefühle der Charaktere gut darstellen, noch sie dem Leser nahe bringen. Trotzdem wollte ich immer wissen, wie es mit Poppy endet und so habe ich das Buch innerhalb weniger Stunden und mit nur einer Pause gelesen.

    Fazit: Trotz einiger Kritikpunkte meinerseits bescherte mir die Geschichte schöne Lesestunden. Das Potenzial der Geschichte wurde aber leider nicht völlig ausgenutzt.

  2. 3 out of 5

    Polly Brown wird zu Kriegsbeginn gemeinsam mit anderen Londoner Kindern aufs Land verschickt, um so vor den drohenden deutschen Bombenangriffen sicher zu sein. Dreizehn Jahre, fast noch ein Kind, aber mit Sicherheit noch keine Frau, steht sie am Zielort und bangt um ihre Zukunft. Wird sie freundliche Aufnahme in ihrer neuen Heimat finden? Wird sie bald ihre Eltern wiedersehen und zurückkehren können?

    Wer die Antworten wissen will, sollte dieses Buch unbedingt lesen.

    Ich habe mich jedenfalls beim Lesen gut unterhalten gefühlt. Der Autorin ist es gut gelungen die Ängste und Zweifel die Polly während dieser Kriegsjahre durch litten hat zu schildern. Schließlich war sie nicht nur von ihrer Familie getrennt, sie kam auch in eine neue, für sie äußerst vornehme Familie und musste auch noch mit den pubertären Gefühlen klar kommen. Kein leichtes Unterfangen. Ich hätte mir dabei aber Theatralik gewünscht. Das hätte der Geschichte mehr Tiefe gegeben. Polly wird in meinen Augen als ausgesprochen gutmütig, die Fehler und Intrigen der anderen ihr gegenüber immer wieder verzeihend und absolut selbstlos beschrieben. Nicht immer konnte ich mich mit ihren Entscheidungen anfreunden, sie kamen mir unrealistisch vor. Berechnend wie manche Menschen sind (so auch in Pollys Familie) erschien mir dies mehr wie ein Märchen.

    Wer eine Geschichte über Jugendliebe in den Wirren des 2. Weltkriegs lesen möchte, dem kann ich dieses Buch durchaus empfehlen.

  3. 5 out of 5

    Das Cover:
    Bevor ich überhaupt wusste um was es in dem Buch geht hat mich das Cover schon direkt verzaubert. Man sieht darauf die Junge Poppy die am Eingang zum Herrenhaus steht, das der Familie Carroll gehört.

    Die Protagonistin:
    Poppy ist noch sehr jung als sie ihr Zuhause – das Londoner East End – verlassen muss. Aufgrund des Krieges werden alle Kinder in dieser Gegend evakuiert und so kommt es das Poppy zur Familie Carroll kommt. Anfangs ist sie sehr schüchtern, wird schlecht behandelt von den meisten Angestellten und der Hausherrin selbst, aber sie verliert nie die Hoffnung das alles wieder gut wird. Sie lebt sich sehr schnell in der Familie ein und wird wieder Lebensfroher.
    Ich mag Poppy sehr gerne und habe ihr Leben sehr gerne in diesem Buch verfolgt, ihre Erfolge und ihre Misserfolge.

    Der Schreibstil:
    Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen. Die Stimmung des zweiten Weltkrieges kam sehr gut rüber und man merkte wie hoffnungslos alles zeitweiße schien. Die Autorin hat es geschafft das ich derart in der Geschichte war, das ich sogar weinen musste als etwas schlimmes passierte und das kommt bei mir nicht so häufig vor. Die Kapitel waren nicht allzu lang, sodass man das Buch auch immer mal wieder weglegen konnte um das geschehene zu verdauen bzw. sich zu freuen.

    Mein Fazit:
    Ein wundervolles Buch das voller Gefühle ist. Mir hat das Buch sehr gut gefallen.

  4. 5 out of 5

    Das Arbeitermädchen Poppy Brown ist 13 Jahre alt, als sie allein, ohne ihre Familie, während des 2. Weltkrieges aus dem Londoner East End nach Barton Lacey in Dorset evakuiert wird und bei der begüterten Familie Caroll untergebracht wird. Poppy fällt es schwer sich einzuleben, denn sie vermisst ihre Familie und findet erst einmal keinen Anschluss, jedoch ist sie heimlich verliebt in den Sohn der Carolls. Aber Guy hat seine Auserwählte bereits getroffen und will sie so schnell wie möglich heiraten, bevor er selbst in den Krieg ziehen muss. Als London schwer von Bomben getroffen wird, muss Poppy zurück zu ihrer eigenen Familie, wo sie jede Menge schlechte Nachrichten erwarten und jeder die Ärmel hochkrempeln muss, um dem Schicksal zu trotzen. Doch in London hat Poppy auf einmal Heimweh nach Dorset, aber vor allem fehlt ihr Guy. Wird sich für Poppy doch noch alles zum Guten wenden?

    Lily Baxter hat mit ihrem Buch „Wiedersehen in Dorset“ einen sehr schönen historischen Roman vorgelegt, wobei sie ihren Schwerpunkt auf das Frauenbild der damaligen Zeit gelegt hat und anhand ihrer Protagonistin die Entwicklung aufzeigt, die viele Frauen und Mädchen zu Kriegszeiten genommen haben bzw. gezwungenermaßen nehmen mussten. Der Schreibstil ist wunderbar eingängig und schön zu lesen, der Leser steht von Beginn an in Poppys Schatten und begleitet sie bei ihren Erlebnissen, erfährt ihre Gedanken und Gefühle, leidet und hofft mit ihr. Der Spannungsbogen baut sich gemächlich auf, steigert sich im Laufe der Geschichte immer wieder mal. Der historische Hintergrund wurde sehr gut recherchiert, man erfährt mehr über die Evakuierung von Kindern aus den Großstätten hinaus aufs Land, um wenigstens ihnen eine einigermaßen ruhigeres und weniger gefahrvolles Umfeld zu bieten. Dabei werden auch die damaligen Umstände sehr schön erläutert, wie die Lebensmittel immer mehr rationiert wurden und sich die Menschen dadurch mit anderen Dingen zu helfen wussten oder experimentiert haben.

    Die Charaktere wurden von der Autorin sehr liebevoll skizziert, wirken lebendig und authentisch. Poppy ist eine sehr sympathische Protagonistin, die ihrer Familie sehr verbunden ist. Sie ist kinderlieb, selbstlos, clever und einigermaßen kontaktfreudig, doch abseits ihres gewohnten Umfeldes zieht sie sich mehr in sich zurück, wirkt beinahe scheu und einsam, denn sie findet keine Freunde in ihrem neuen Domizil. Im Laufe der Handlung entwickelt sie sich zu einer sehr starken Persönlichkeit, die ihren Mitmenschen jedwede Unterstützung zukommen lässt und selbst mit anpackt, wo Hilfe benötigt wird. Guy ist ein respektabler junger Mann, der sich seiner Pflichten bewusst ist, den Dienst für sein Vaterland leisten und immer das Richtige tun möchte. Er ist verantwortungsbewusst und wirkt oftmals etwas nüchtern, dabei verhält er sich auch für heutige Verhältnisse ehrenwert und legitim. Auch die anderen Charaktere bilden mit ihren kleinen Geschichten und Episoden den passenden Hintergrund für die Haupthandlung.

    „Wiedersehen in Dorset“ ist ein sehr schöner historischer Liebesroman, der sich ausgiebig mit der Situation der Frau zur damaligen Zeit auseinandersetzt. Alle Liebhaber dieses Genres werden hier auf ihre Kosten kommen. Absolute Leseempfehlung!

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